Alle zwei Jahre zeichnet die Jürgen-Ponto-Stiftung gemeinsam mit dem Frankfurter Museum für Moderne Kunst europäische Künstler*innen aus, die sich am Beginn ihrer Karriere befinden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird als Stipendium ausgeschüttet. Außerdem gibt es eine von der Jürgen-Ponto-Stiftung finanzierte Ausstellung im Zollamt MMK. Aktuelle Preisträgerin ist die Künstlerin Tohé Commaret, Absolventin der „Académie des Beaux-Arts“ in Paris und „Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains“ in Tourcoing. Zwei ihrer bisherigen Werke schafften es bereits in das „Shorts“-Programm der Berlinale („8“ 2023, „Because of (U)“ 2025).
Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung hat die 1992 in Vitry-sur-Seine (Frankreich) geborene Künstlerin mit chilenischen Wurzeln eine neue filmische Arbeit für das Zollamt MMK geschaffen – zu sehen seit dem 7. März, und noch bis zum 31. Mai 2026. Im abgedunkelten Ausstellungsraum verteilt sind zwar einige kleinere Bilder und Videoclips zu sehen, das Zentrum der Ausstellung bildet jedoch die großen Leinwand. Ausgangspunkt der Geschichte ist das verlorene Tagebuch einer jungen Frau. Gefunden wird es von weiblichen Reinigungskräften, die beim Lesen auf ihr Problem aufmerksam werden und daraufhin vor der Frage stehen, ob sie eingreifen sollen. Am Ende „regelt“ es jedenfalls eine in einem Schokobrötchen versteckte Rasierklinge …




