In den 1930er Jahren entwickelte Max Stoelcker einen auf Beine, Sitzfläche und Lehne reduzierten Stuhl. Dieses Modell erwies sich als äußerst erfolgreich und wurde über mehrere Jahrzehnte hinweg in Schulen, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen ebenso eingesetzt wie in Privathaushalten. Aufgrund seines großen Erfolgs entwickelten auch andere Stuhlhersteller zahlreiche Nachahmermodelle. Der Stuhl erlebte später noch einmal eine Renaissance, als die renommierte Choreografin Pina Bausch ihn für ihr Tanztheater in Wuppertal einsetzte.
Ein Jahr nachdem in Frankfurt mit zahlreichen Veranstaltungen „100 Jahre Neues Frankfurt“ gefeiert wurde, rückt Julia Roppel in ihrer Arbeit für die Frankfurter KunstSäule den Fokus auf den sogenannten „Frankfurter Stuhl“ (oder auch „Frankfurter Küchenstuhl“).
„Mit ihrem Frankfurter Atelierstuhl, der Spuren ihrer Werke trägt, experimentiert die Künstlerin gerne: Der Stuhl dient nicht nur als Sitzgelegenheit, sondern auch als Leiterersatz – und war sogar schon Teil von Installationen […] Entsprechend ist die Arbeit von Roppel an der Säule keine statische Referenz, sondern ein dynamisches Bild mit einigen wie hingepurzelten Frankfurter Stühlen. Als Malgrund diente ihr eine Doppelseite der Frankfurter Kunstzeitung Montez Express.“ (frankfurter-kunstsaeule.de/)


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