Nicht wenige Menschen sympathisierten in den Siebzigern mit der linksradikalen Ideologie der RAF. Sie beurteilten die BRD ähnlich wie die Terroristen, lehnten den Terror selbst aber ab. In der Folge galten diese Sympathisanten, wie es ein Springer-Journalist damals formulierte, als „das stille Reserveheer des Terrorismus“ (Welt, 12.09.1977). Im Zuge der Mescalero-Affäre erreichte die Diskussion, die mit der Ermordung Jürgen Pontos und der Entführung Hanns-Martin Schleyers weiter eskalierte, im Sommer 1977 ihren Höhepunkt. Obwohl das Strafrecht den Begriff des Sympathisanten nicht kennt, wurde diese Unterscheidung weitgehend verwischt und traf Menschen, die sich kritisch zum Staat und seinen Maßnahmen äußerten, u.a. die Schriftsteller Heinrich Böll und Peter Schneider, die Theologen Helmut Gollwitzer und Heinrich Albertz und die Filmemacher Margarethe von Trotta und Volker Schlöndorff.

Mit „Sympathisanten: Unser Deutscher Herbst“ kommt heute ein Film in die Kinos, der erstmals die Hintergründe dieser sogenannten Sympathisanten beleuchtet.

In Frankfurt wird „Sympathisanten: Unser Deutscher Herbst“ in der Harmonie gezeigt, und zwar nur von 24. bis 27. Mai 2018, um jeweils 16:45 Uhr.

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