Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert in ihrem Interim in Bockenheim seit dem 12. Februar 2026 eine umfangreiche Soloschau des in Frankfurt am Main lebenden Künstlers Thomas Bayrle (* 1937). Sie findet genau 20 Jahre nach seiner letzten großen Einzelausstellung in Frankfurt statt, damals im Museum für Moderne Kunst. Gezeigt werden 55 Werke, vor allem aus den letzten 20 Jahren, darunter Malerei und Grafik, Skulptur, Objektkunst sowie Soundinstallationen und eine Videoarbeit.

Im Gegensatz zu den bereits verstorbenen Künstlern Peter Roehr (1944–1968), mit dem Bayrle auch befreundet war, oder auch Andrew Warhola Jr. aka Andy Warhol (1928–1987), die sich ebenfalls mit dem Prinzip der Wiederholung und seriellen Strukturen beschäftigten, setzt der gebürtige Berliner seit den späten 1960er-Jahren seine Arbeiten aus kleinen Einzelteilen zu großen, sogenannten Superformen zusammen. Das Wiederholen, Vernetzen und Verweben von Einzelelementen zu einem Gesamtbild findet sich bis heute in nahezu allen Werken Bayrles.

In der Ausstellung „Fröhlich sein“ – der Titel zitiert einen Ausspruch von ihm während seiner Zeit als Professor an der Städelschule (1975–2002) – sind auch solche Arbeiten zu sehen, auf denen prominente Personen, zum Beispiel der Papst und Kim Kardashian, dargestellt sind. Dabei besteht das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche aus vielen Schuhen, die Medienikone aus Lippenstiften.

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Thomas Bayrle – Fröhlich sein!

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Thomas Bayrle – Fröhlich sein!

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Thomas Bayrle – Fröhlich sein!

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Thomas Bayrle – Fröhlich sein!

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Thomas Bayrle – Fröhlich sein!

Schirn Kunsthalle Frankfurt: Thomas Bayrle – Fröhlich sein!

Schone Idee: Zur Ausstellung „Fröhlich sein!“ wurde auch ein 40-seitige Zeitung produziert.

Zeitung zur Thomas-Bayrle-Ausstellung in der Schirn Kunsthalle
Nach Suzanne Duchamp – Retrospektive war das bereits die zweite Ausstellung, die ich in der neuen Bockenheim-Schirn besucht habe. Das historische Gebäude von außen, der Eingangsbereich, insgesamt das Erdgeschoss und das Treppenhaus sind toll, wohingegen ich mich mit dem Raum, in dem die Kunstwerke der von mir besuchten Ausstellungen gezeigt wurden, noch nicht so recht anfreunden konnte. Da ist bestimmt das Bestmögliche daraus gemacht worden, aber irgendwie fehlt der Ausstellungsfläche dieses gewisse Etwas.

Schirn Kunsthalle Frankfurt – See You In Bockenheim
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