Der-Elfenbeinturm-in-Frankfurt-2014

„Die sprengen das AfD-Gebäude in Frankfurt!“- „Whoat!?“ – „Das AfE-Gebäude, den Turm!“- „Ach so.“ Am 2. Februar 2014 soll das Hochhaus an der Senckenberg-Anlage/Robert-Mayer-Straße, besser bekannt als der AfE-Turm, das Zeitliche segnen. Im Gegensatz zum Henninger Turm soll dieser jedoch nicht Stück für Stück abgetragen und frankfurttypisch, Stichwort: „Altstadt“, ähnlich wieder aufgebaut werden, sondern durch eine Sprengung in sich zusammenstürzen. Dann ist’s vorbei. Over and out.

Der Hessische Rundfunk wird diese Sprengung bestimmt live übertragen und das neugewonnene Filmmaterial irgendwann für Sendungen wie „Die 50 schönsten Sprengungen und Bombenentschärfungen in Hessen“ oder „Die 50 interessantesten Gebäude in Frankfurt, die nicht mehr existieren und wo der Krieg nicht dran Schuld war“ verwenden. Die Burrito Bande sucht vermutlich schon nach geeigneten Abstellplätzen für ihre Foodtrucks in der Nähe, ebenso denkbar vor Ort, das Käffchen-Mobil vom Wackers und irgendwas mit Donuts- nicht, dass etwas außerplanmäßig läuft und sich die Gegend rund um den Turm plötzlich zum ernährungstechnischen Gefahrengebiet entwickelt, das Unbedingt-immer-unterwegs-was-essen-müssen-Publikum in Frankfurt will schließlich auch berücksichtigt werden.

AfE-Turm-in-Frankfurt-2014Für alle also etwas dabei, Extrem-Schaulustiging ist angesagt, da simmer natürlich dabei. Vermutlich dauert es auch nicht mehr all zu lange, bis umliegende Hoteliers ein „Zimmer mit Ausblick für vier Personen, inkl. 0,2l Crémant zur Begrüßung“ anbieten werden, für die Spotter gibt’s das Zimmer mit Balkon, „professionelles Ambiente für Fotograf, Stativ und Objektiv“. Der Sternzeichenmann denkt für diesen Tag derzeit über einen neuen Satz Fantasybilder nach, Fotos von Frankfurt ohne Baustellen sollen diesbezüglich wohl hoch im Kurs stehen. Henninger Turm weg, AfE-Turm weg, Beastie Boys’sches „Two towers down, but you’re still in the game“ in Gedanken. Aber eben nur in Gedanken, denn in der Transitstadt Frankfurt geht’s den Gebäuden wie den Menschen: Die wenigsten kommen um zu bleiben. Apropos „kommen“: An anderen Plätzen in Frankfurt nähern sich die Neuankömmlige, Taunus Turm und Neue EZB , weiter ihre Fertigstellung. Easy come, easy go.

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