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Da ist es also! Nach fast 20 Jahren veröffentlicht Sven Väth endlich wieder ein Studioalbum. Das gute Stück nennt sich „Catharsis“ und beinhaltet 13 Tracks. Wie schon von früheren Alben bekannt, braucht es für derlei Umsetzungen einen Produzenten an seiner Seite und das war diesmal Gregor Tresher. Trotz der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Produzenten in all den Jahrzehnten, kann man den Faktor Väth aus seinen Tracks und Alben meistens, vielleicht sogar immer heraushören –  und damit ist explizit nicht seine Stimme gemeint, die auch im neuen Album wieder häufig zu hören ist.

Vorab zu hören waren schon die Tracks „Feiern“, „Mystic Voices“ und „Butoh“. Zu Letzterem wurde nun auch Video veröffentlicht. Butoh ist japanisch und bedeutet so viel wie „Tanz der Finsternis“ und wurde erstmals 1959 aufgeführt.

„In contrast to the usual harmonic dance image, the contemporary Japanese dance Butoh reveals the darkness of the soul in an especially grotesque way. Determination and dedication are the keys to exposing the secret self and disguised soul through dancing. Butoh and Techno share a fascinating connection. Within techno music, you find dissonance, even distorted, and destroyed sounds which lead to the wildest listening experiences. By embracing loads of power, energy, and the dark soul, the Butoh track combines traditional and modern art to dance.“ (Cocoon Official, YouTube)

Sven Väth – „Butoh“ (Official Video)

„Butoh“ geht nach vorne und gefällt mir richtig gut, aber die folgenden vier, deutlich gediegeneren Tracks sind meine Favoriten.

Sven Väth – „Silvie’s Dream“

Sven Väth – „Being in love“

Sven Väth – „The Inner Voice“

Sven Väth – „What I used to play“

Wer es ganz ruhig mag: Mit „Panta Rhei“ und „The Cranes Of Gangtey Valley“ gibt es auf dem Album auch zwei schöne Ambient-Stücke. Mit zwei Tracks bin ich überhaupt nicht warm geworden: „The Worm“ wabert irgendwie vor sich her und dann ist er auch schon wieder vorbei. Ziemlich fad, gibt mir gar nichts. Und dann wäre da noch „We are“. Das ständige „We are what our thoughts have made us“ von Sven Väth ist leider einfach nur nervig. Alles in allem haben Väth und Tresher aber ein gutes Album abgeliefert und dazu auch eines, das ein wirklich richtiges Album ist und nicht nur eine Ansammlung von Tracks. Ich würde mich jedenfalls über weitere Alben von Sven Väth in Zukunft freuen.