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Podcast: 1000 Tage Techno – Now it can be told

Als Anfang des Jahres „Telekom Electronic Beats“ mit seinem Podcast zur Techno- und Clubszene startete, war die Freude bei mir groß: Endlich war das Zusammenführen der Begriffe „Techno“ und „Podcast“ im Talk-Format angekommen und musste nicht zum wiederholten Male für die Reproduktion von Mixen oder Club- und Radio-Mitschnitten herhalten. Bereits zu Beginn dieses Formats wurden bekannte Größen wie DJ Hell und Westbam als Gäste begrüßt, aber der Funke wollte bei mir leider überhaupt nicht überspringen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als vor einigen Wochen ein weiterer Podcast an den Start ging, der sich ebenfalls ausführlich mit der Techno- und Clubszene beschäftigt: 1000 Tage Techno – Now it can be told.

Durch die Sendungen führt kein Geringerer als Jürgen Laarmann, der u.a. Herausgeber des Szenemags „Frontpage“, Mitgesellschafter der Loveparade und Erfinder des Begriffs „Raving Society“ war. Der heute 50-jährige war also damals, als es mit Techno losging, nicht nur von Anfang an mit dabei, sondern mittendrin im Geschehen und hat, zusammen mit seinen illustren Gästen – Protagonisten der Technobewegung und Leute, die die größte Jugend- und Kulturbewegung bis heute entscheidend geprägt haben –, einiges zu erzählen.

In den bisherigen fünf Podcasts sprach Jürgen Laarmann mit Protagonisten, die bereits in den frühen Neunzigern am Start waren:

Folge 1 mit Dr. Motte, Jens Schwan und Martin Hüttmann – Liebesparaden heute, gestern, morgen!

„Das hat es eigentlich so ein bisschen vorweggenommen, dieses deutschlandweite Zusammenrücken, dass man gemerkt hat, eigentlich feiern wir alle auf den gleichen Sound.“

Folge 2 mit Hardy Hard aka Hardsequencer – Von der After Hour zur Bitcoin Million und ewiger Jugend.

„Die Leute sind heute tatsächlich wieder resettet. Wie auch am Anfang der Technoszene, als es noch keine Untergliederung in Trance, Breakbeat, alles gab, sondern man ging auf ’ne Technoparty, dann wurden auch alle Stile vermischt. Das war eigentlich für mich die beste Zeit.“

Folge 3 mit Mark Reeder – Der britische Botschafter. Über MFS, Paul van Dyk, Brexit und mehr.

„Dieser ganze Trance-Kram, das war Painting by numbers für Trancer, das war so billig, cheapy and cheesy, hatte gar nichts Trancendes in der Musik.“

Folge 4 mit Inga Humpe – Die Technopop-Madonna. Über die große Freiheit, wilde Zeiten, frische Frauen uvm.

„Ich kann mich noch erinnern, dass wir im Tresor praktisch halbnackt dastehen konnten – ich hatte ’ne Männerunterhose, ’ne Schiesser-Unterhose an und ein Unterhemd und irgendwelche dicken Stiefel – und niemand wär auf die Idee gekommen, das als sexuelle Aufforderung zu verstehen.“

Folge 5 mit Anja Schneider – Die Rooftop-Rebellin. Grooven im Radio und um die ganze Welt.

„Also „DJane“ finde ich natürlich so’n No-Go-Begriff. Ich seh mich als DJ und bezeichne auch jede andere Frau als DJ.“

In der nächsten Folge, die am 5. Oktober 2018 erscheinen müsste, werden Ellen Allien und Tanith zu Gast sein.


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