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Seit dem 11. Oktober dieses Jahres widmet das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main den Großteil seiner Ausstellungsfläche Norwegen. Grund dafür ist die Ende Oktober veranstaltete Frankfurter Buchmesse, bei der das nordeuropäische Land Ehrengast war. In der House Of Norway betitelten Schau sind verschiedene Positionen aus Architektur, Design, Film, Fotografie, Handwerk, Kunst und Mode versammelt.

In House of Norway werden auch fünf bisher noch nie gezeigte Arbeiten, lyrische Text-Zeichnungen, von Edvard Munch gezeigt. Klingt aufregend, ist es aber nicht. Meine Meinung. Spannender sind durchweg alle künstlerischen Positionen von Ingrid Torvund, schöner sind alle im Bereich Design ausgestellten Objekte und interessanter ist alles, was mit den Samen, der indigenen Bevölkerung (nicht nur) Norwegens zu tun hat. Auch gelungen: Im Übergangsbereich von Ebene 1 zu 2 darf Audio beweisen, dass es viel zu selten in Ausstellungen berücksichtigt wird. Das dort zu hörende Klangmaterial (Frank Ekeberg – Niemandsland) stammt aus einem alten urwüchsigen Wald, der früher einen Großteil der Westküste Norwegens bedeckte. In den letzten 100 Jahren sind allerdings 80 Prozent der Fläche verlorenen gegangen und allen Warnungen zum trotz, wird damit gerechnet, dass in rund 50 Jahren auch der Rest dahin sein wird.

Bereits im Jahr zuvor, als Georgien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse war, gab es im MAK eine Ausstellung mit Bezug zum Gastland, allerdings deutlich kleiner. Die Idee, dem Ehrengast der Frankfurter Buchmesse so großflächig und vielfältig zu präsentieren wie in diesem Jahr bzw. noch bis zum 26. Januar nächsten Jahres, wird in Zukunft hoffentlich fortgesetzt. House of Norway ist jedenfalls eine interessante Ausstellung über ein Land, das in Deutschland nicht wirklich oft Thema ist.

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