Zeitgenössische Kunst, Musik und die Kraft des kreativen Miteinanders stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Mispocha – The Art of Collaboration“ im Jüdischen Museum Frankfurt. Diese wurde aus Gesprächen mit dem Musiker Mike D – Teil der legendären Rap-Band Beastie Boys – über Familie, Herkunft, Gemeinschaft und künstlerische Zusammenarbeit entwickelt. Die Ausstellung hat bereits am 17. April begonnen und läuft noch bis zum 27. September 2026.

In den Ausstellungsräumen des Museums werden eine eigens entwickelten Sound-Installation, Zeichnungen, Gemälde, Konzeptkunst, Fotografien, Videoarbeiten sowie eine interaktiven Multimedia-Installation präsentiert, aber auch der Vorplatz des Gebäudes ist in die Schau einbezogen worden. Dort wurde die aus Acryl-Polyurethan-Aluminium auf Edelstahlbasis gefertigte Skulptur „OY/YO“ von Deborah Kass aufgestellt. Die in Brooklyn beheimatetet Künstlerin wurde 1952 geboren. Arbeiten von ihr waren in der Vergangenheit unter anderem auf der Biennale von Venedig, im Museum of Modern Art und im Jüdischen Museum (beide New York City) und im Museum of Fine Arts in Boston ausgestellt.

„OY“ ist ein jiddischer Ausdruck und steht für Sorge, Schmerz oder Erschöpfung und „YO“ ist sowohl das spanische Wort für „Ich“ als auch ein urbaner Slang, der besonders in der in Hip-Hop-Kultur verbreitet ist. „OY/YO“ schuf sie ursprünglich 2011 als Gemälde und ist angelehnt an „OOF“, einer Arbeit des US-amerikanischen Künstlers Edward Ruscha. Erst 2015 wandelte sie es in eine Skulptur – deutlich größer als die Variante, die aktuell in Frankfurt am Main zu sehen ist – um. Exemplare davon stehen an mindestens zwei Orten in den Vereinigten Staaten: In New York City/Brooklyn (wechselnde Aufstellorte) und am Weitzman National Museum of American Jewish History in Philadelphia.

Gelbe Buchstaben auf blauem Podest – OY / YO von Deborah Kass vor dem Jüdischen Museum Frankfurt

Gelbe Buchstaben auf blauem Podest – OY / YO von Deborah Kass vor dem Jüdischen Museum Frankfurt

Gelbe Buchstaben auf blauem Podest – OY / YO von Deborah Kass vor dem Jüdischen Museum Frankfurt

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