Ende Juni dieses Jahres berichtete ich über eine anarcha-feministische Aktion auf dem „Campus Bockenheim“ und in der D-Ebene der U-Bahn-Station „Bockenheimer Warte“. Dort waren kleinformatige Plakate mit evangelikal-fundamentalistisch geprägten Aussagen angebracht. Die zentralen Botschaften „Bekehr dich“, „Mit Gott ewig glücklich“ und die Aufforderung, das „Neue Testament“ zu lesen, wurden ergänzt durch Positionen gegen die „Anti-Baby-Pille“, „Selbstbefriedigung“ oder auch „Sex ohne Heirat zuvor“. Diese Plakate waren mit Gegenpositionen im selben gestalterischen Stil überklebt worden. Den religiösen Botschaften wurden dabei z. B. „Gottlos glücklich“, „Gang Bang“, „Sex ohne Kinderwunsch“, „Verhütung“ sowie Karl Marx’ „Das Kapital“ entgegengesetzt.
Bemerkenswert: Die ursprünglichen Plakate in der U-Bahn-Station hingen dort schon ewig. Sie besetzten den oberen Bereich der Litfaßsäule, während darunter weiterhin die eigentliche Plakatfläche mit wechselnden Veranstaltungshinweisen neu beklebt wurde. Kaum jedoch waren die religiösen Botschaften mit den anarcha-feministischen Gegenpositionen überklebt worden, wurde kurze Zeit danach alles entfernt. Schon interessant zu sehen, was stört – und was nicht. Aber wen eigentlich?
• Ende Juni 2026:
• Anfang September 2026:





