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Ein schönes Zitat serviert die Frankfurter Rundschau in ihrem Artikel zum „Lust auf Leben“-Projekt entlang der Berger Straße in Bornheim: „Dass Obdachlose die Paletten für ihr Nachtlager nutzen, störte viele Bornheimer. Das habe für sie „so gar nichts mit Lust auf Leben“ zu tun gehabt.“ „Lust auf Leben“ gilt für „viele Bornheimer“ offenbar nicht für alle. Wie viele „viele“ sind, um wen es sich da genau handelt und wie man diesen Unmut zum Ausdruck gebracht hat, bleibt der Artikel leider schuldig. Sind das Gestalter und Mitwirkende, die „viele Bornheimer“ einfach nur für ihre eigene Meinung vorschieben, bzw. allenfalls noch in ihrem persönlichen Dunstkreis aufschlagen und somit nicht repräsentativ sind oder doch eher die üblichen Verdächtigen, die sich in Stadtteilseiten- und -gruppen im Sozialen Netzwerk für Heulsusen und besorgte Bürger Gehör verschaffen?

Ein, zwei Obdachlose die sich so etwas einfach zu Nutze machen, wo kommen wir denn da hin? Dass sich für diese „Oasen“, so die Bezeichnung für die Palettenkonstruktionen entlang der Berger Straße, sonst recht wenige Leute interessieren spielt natürlich keine Rolle. Nichts und niemand macht dort Halt und legt ein Päuschen ein oder vernimmt das als Aufhübschung, aber ein Nachtlager soll das bitte schön auch nicht werden, der arme Eingangsbereich des seit zwei Jahren leerstehenden Gebäudes, ts, ts, ts.

"Lust auf Leben"-Oase in der Berger Straße beim ehemaligen Saturn

„Allerdings habe die erhöhte Aufmerksamkeit auch dazu geführt, dass es endlich Gespräche zwischen der Hausverwaltung des leerstehenden Gebäudes, Gewerbetreibenden und dem Lust-auf Leben-Team gegeben hat“ heißt es weiter im Text. Der tiefer liegende Eingangsbereich zum ehemaligen Saturn soll bald geschlossen, die dortige „Oase“ verlegt und die neue Verkleidung und die Schaufenster künstlerisch gestaltet werden. Ui, was mit Kunst, natürlich. Mal sehen welche Frankfurter Künstler sich dieses mal vor den Karren spannen lassen, um mit Kunst unerwünschte Menschen von einem bestimmten Platz zu vertreiben.

Skateboarding in Frankfurt: STAB CITY

Stab City

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Kommentare

  • Sören sagt:

    Da gab es doch mal so einen Aufkleber, der diese Mentalität der Obdachlosenfeinlichkeit ganz gut auf den Punkt bringt:

    „Eure Armut kotzt mich an!“

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