Frankfurt wählt einen neuen OB

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Ab dem Moment wo klar war, daß Boris Rhein in Frankfurt für die CDU als OB-Kandidat ins Rennen gehen wird, war mir klar, daß dies in der Stadt am Main viele Wortspiele mit seinem Nachnahmen nach sich ziehen wird- was zugegebermaßen naheliegend ist. So skandierte erst kürzlich Oliver Maria Schmitt, OB-Kandidat von Die Partei, auf der Zeil „R(h)ein in den Main“ und auf unzähligen Plakaten erfuhr der Name Rhein eine Metamorphose zu einem „Nein“. Auch weitere, klare Anti Boris Rhein-Statements, u.a. auch von den Ultras in Frankfurt, lassen sich an vielen weiteren Stellen in der Stadt entdecken.

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Wer also offenbar sehr polarisiert und bei gar nicht so wenigen Menschen unbeliebt ist, bräuchte bei einer OB-Wahl in Frankfurt eigentlich gar nicht anzutreten. Und doch ist es so, daß er von allen Kandidaten bisher die größte Zustimmung genießt- warum dem so ist, hat sich mir jedoch bisher nicht erschlossen- und daß, obwohl ich in letzter Zeit fast jeden Artikel zur OB-Wahl lese. Bei Boris Rhein weiß ich immer nur GEGEN wen und GEGEN was er ist, aber nie woFÜR er steht. Traurig, daß Menschen mit einer solcher Attitüde soviel Aufmerksamkeit und Zustimmung erhalten.

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Vielleicht denken viele, daß jemand der als Hessischer Minister (Inneres und Sport) bereits aktiv ist, für die Niederrungen eines OB-Amtes dann ja wohl erst recht gut sein muss. Vielleicht spielt es auch eine Rolle, daß er aus der selben Partei der so lang amtierenden Petra Roth kommt und dazu noch eine Menge Bürgerinnen und Bürger nicht personenbezogen, sondern parteibezogen ihre Stimme abgeben. Keine Ahnung…

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Es ist zu hoffen, daß es bei der OB-Wahl zu einer Stichwahl kommen wird und sich dann die Wählerinnen und Wähler, die jetzt alle ihre Stimme verschenkt haben, weil sie genauso wenig personenbezogen wählten, dann wenigstens ihre Stimmen gegen Boris Rhein bündeln, denn schwarz-grün  sollte in dieser Stadt mal langsam aber sicher der Vergangenheit angehören.

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Lieber ein klares schwarz und ein klares grün, statt ein eingeschwärztes grün und eingegrüntes schwarz. Komprisse, Enthaltungen und Nicht-Angriffs-Pakte zur gegenseitigen Machterhaltung bitte nicht mehr auf Kosten der Qualität dieser Stadt. Und mit einem OB aus einem anderen Lager wäre der erste Schritt in die andere Richtung getan. Und dass Kandidaten, deren Ausgangslage eher aussichtlos ist auch für Überraschungen gut sein können zeigte ja niemand geringeres als die nun bald aus ihrem Amt scheidende Petra Roth, als sie vor 17 Jahren (!) den amtierenden OB Frankfurts als Nobody ablöste.

Morgen also ist es soweit und Frankfurt hat die Wahl- Die Wahl zwischen so genannten Nobodys und einer Person, die mittlerweile mit unzähligen Negativ-Schlagzeilen (Hells Angels, Polizeiaffären, Vorschläge zu Alkoholverboten in Stadion und Bahn, wie auch „kuriosen“ Facebook-Freundschafts-Anfragen) von sich reden machte.