Mit dem reisenden Denkmal der Grauen Busse gedenkt die Stadt Frankfurt am Main den Opfern der sogenannten „Euthanasie – Aktion T4“. Bei dieser wurden 1941 über 1.000 Frankfurterinnen und Frankfurter mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen in der Gaskammer der NS-„Euthanasie“-Anstalt Hadamar bei Limburg ermordet. Grau gestrichene ehemalige Postbusse beförderten die zuvor bereits in Heil- und Pflegeanstalten eingewiesenen Patienten nach Hadamar.

Die Grauen Busse-Denkmal am Rathenauplatz in Frankfurt

Errichtet wurde das Denkmal der Grauen Busse 2006 in Ravensburg. Dem Denkmal von Horst Hoheisel und Andreas Knitz ist das Zitat „Wohin bringt Ihr uns?“ eingeschrieben. Der Bus steht als permanente Installation an der „alten Pforte“ der ehemaligen Heilanstalt Ravensburg-Weißenau. Ein zweiter, identlischer Bus, ist seit 2008 in Bewegung und war mittlerweile in vielen Städten Deutschlands zu sehen.

In Frankfurt steht das Mahnmal noch bis Mai 2018. In dieser Zeit werden begleitend auch Veranstaltungen wie z.B. Ausstellungen, Lesungen oder auch eine Podiumsdiskussion stattfinden. Alle Termine finden sich auf der eingangs verlinkten Website zum „Denkmal der Grauen Busse“.

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3 Kommentare

  • manfred sagt:

    Das Programm (und die Website) ist qualitativ hochwertig:

    KLICK DIESEN LINK!
    die-grauen-busse-frankfurt.de

  • Basaglia sagt:

    Ein spannendes und gutes Symbol zur Geschichte im Umgang mit psychisch Kranken.

    Vielleicht auch ein Anreiz, die in der Zukunft unsere Gesellschaft noch viel umfassender erreichenden
    psychischen Störungen ernst zu nehmen- neben den belächelbaren Geringfügigkeiten wie „Apps gegen Depressionen“, Facebook Bots für Suizid- Gefährdete oder ZEIT Online Beiträgen zu Burn Out Studenten und anderen, dem Anschein nach bloß von der Sinnleere ihres Lebens geplagten „Depressiven“.

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