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Die Österreicherin Margarete Schütte-Lihotzky (1897-2000) war eine der ersten Frauen, die in Österreich Architektur studierten und wahrscheinlich sogar die erste Frau, die den Beruf in Österreich umfassend ausübte. Ernst May, der das Hochbauamt der Stadt Frankfurt am Main leitete, engagierte sie im Jahr 1926 an die Typisierungsabteilung, wo der neue Wohnungsbau mit der Frankfurter Küche, die heute als Prototyp der modernen Einbauküche gilt, entwickelt wurde. Ziel war es, Frauen die Hausarbeit zu erleichtern, indem auf minimalem Raum ein Maximum an Ausstattung zur Verfügung gestellt wurde.

„Neben dieser raum- und zeitökonomischen Komponente hebt sich die Frankfurter Küche durch eine durchdachte ästhetische Gestaltung hervor, die die Architektin Schütte-Lihotzky ganz im Sinne des Neuen Bauens realisierte.“ (www.museumangewandtekunst.de)

Architektur im Dialog und kunstkontakt starteten im Jahr 2010 die Filmreihe „Architektur im Film“. Zum Tag der Küche – was es nicht alles gibt -, der in Deutschland am 12. November 2022 begangen wird, sind die Macherinnen Petra Schwerdtner (kunstkontakt) und Susanne Petry (Architektur im Dialog) zu Gast im Museum Angewandte Kunst. Die Veranstaltung widmet sich der Frankfurter Küche, stellt sie in den Kontext sozialpolitischer Debatten der Zeit und würdigt ihre Erfinderin Margarete Schütte-Lihotzky.

Das Programm:

  • 15:30 Uhr: Begrüßung und Einführung
  • 15:40 Uhr: Filmschau Die Frankfurter Küche von Paul Wolff (ca. 10 min.)
  • 15:50 Uhr: Die Frankfurter Küche im Kontext der sozialpolitischen Diskurse. Hausarbeit und Wohnreform vor und nach dem Ersten Weltkrieg – Vortrag von Grit Weber
  • 16:15 Uhr: Leben und Werk von Margarete Schütte-Lihotzky mit Audio-Kommentaren von Lore Kramer – Vortrag von Petra Schwerdtner, Kulturwissenschaftlerin und Leiterin der Geschäftsstelle des Deutschen Werkbundes Hessen
  • 16:45 Uhr: Diskussion
  • 17:00Uhr: Führung zur Frankfurter Küche des Museum Angewandte Kunst
  • 17:50 Uhr: Ende der Veranstaltung

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