Alles anders, alles normal

Als ich im Spätsommer vergangenen Jahres mal wieder in Seligenstadt, und dort u.a. im Klostercafé Seligenstadt, zu Besuch war, fragte ich mich, ob es denn eigentlich auch in Frankfurt gastronomische Betriebe gibt, in denen Menschen mit Handicaps beschäftigt werden.

Ich erhielt einen Hinweis, dass die Cook Company, eine gGmbH, u.a. die Caféteria Timeout in der Sonnemannstraße 13, ganz in der Nähe des EZB-Neubaus im Ostend, betreibt. Um eine sogenannte gGmbH zu betreiben ist es erforderlich, mindestens 25% Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Behinderungen zu beschäftigen. Ein Wert, der nach Angaben der Betreiber auf ihrer Website, hier sogar bewusst überschritten wird. Die Caféteria befindet sich im Haus der Volkshochschule und hat werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

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Ein im Ansatz ähnliches Prinzip ist in der Rothschildallee 16a anzutreffen. Hier kooperieren der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit und die Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige, welche erstmalig in Frankfurt für hörende, schwerhörige und nichthörende junge Menschen ein Ausbildungsprojekt initiiert haben. Hier sollen Hemmschwellen und Vorurteile im Umgang miteinander abgebaut werden und gegenseitige Akzeptanz erlernt werden. Der inklusive gastronomische Betrieb im Frankfurter Nordend bietet montags bis freitags, in der Zeit von 11.30 bis 14.00 Uhr, einen Mittagstisch an.

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Am Donnerstag, den 27. Februar 2014, laden Kompass Frankfurt und Dialog im Dunklen zur Ideenschmiede für Start ups „Innovation und Inklusion“ in das Coworkingspace Die Zentrale auf der Berger Straße 175 ein. Im Mittelpunkt steht die berufliche Teilhabe von Menschen mit einem Handicap und wie insbesondere Start ups davon profitieren können, gemeinsam neue Produktideen oder neue Dienstleistungen zu entwickeln.

Was muß beispielsweise bei der Entwicklung von barrierefreien Apps beachtet werden? Wie hörgeschädigte Kollegen besser ins Team integrieren oder welche Hilfsmittel könnten den Alltag von sehbehinderten Menschen erleichtern? Die Veranstaltung, mit Auskünften und Anregungen zu diesen Themen, beginnt um 17.30 Uhr, deren Ende ist für 20.30 Uhr vorgesehen und die Teilnahme ist kostenfrei.

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1 Kommentar zu “Alles anders, alles normal

  1. War selbst noch nicht drin, scheint aber auch ein Projekt dieser Art zu sein: http://www.cafebasaglia.de

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