1968: Die erste U-Bahn in Frankfurt

Denke ich an VGF und RMV, fallen mir über all die Jahre der Nutzung leider extrem viele negative Beispiele ein, die keinesfalls in gesamter Betrachtung nur einen geringeren Teil gegenüber den Nutzungen, wo alles in Ordnung war, ausmachen. Manch einer neigt ja dazu, negative Sachen überzubewerten oder zig tollen, positiven Ereignissen gleich zu setzen, aber nee, nee- hier zumindest ist das nicht der Fall.

Doch darüber soll es hier primär gar nicht gehen. Dieses mal soll es um einen Beitrag des Hessischen Rundfunks gehen, der die Einweihung der U-Bahn in Frankfurt thematisiert- wie ich finde, ein recht ansehnliches Zeitdokument. 

Am 4.10.1968 tat sich einiges in Frankfurt. Die wiederaufgebaute Hauptwache, die Eröffnung des Nordwestzentrums und die erste U-Bahn in Frankfurt, zugleich die 3. in Deutschland und 35. in der Welt, die seinerzeit die Hauptwache bis ins Nordwestzentrum führte, standen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In den folgenden Jahren sollten in Sachen ÖPNV noch die Stationen Konstablerwache, Römer und Theaterplatz (heute: Willy-Brandt-Platz) hinzu kommen.

Zum Video -> http://www.youtube.com/watch?v=ZtHa_ytuJQY 

Interessante Zeit: Nach Freaks an der Hauptwache sucht man vergeblich, alles geht recht gesittet zu, rauchen in der U-Bahn-Station war kein Problem (herrlich, wie die zwei beim Interview des Reporters mit einer Hostess sich jeweils eine Kippe anmachen) und die Moderatoren waren, der Schlußeinstellung der Hessenschau nach zu urteilen, damals offenbar auch ganz lässig und verschonten die Zuschauer mit lauten und/oder hektischem Blablabla und standen dazu noch ganz relaxt am Geländer angelehnt. Auch klasse: „Nun habe ich neben mir einen Herren stehen, der schon mal U-Bahn gefahren ist. Glauben Sie, daß das Motto Bequemlichkeit, Schnelligkeit, Pünktlichkeit und vor allem Sicherheit mit diesem neuen U-Bahn-Zügen erreicht worden ist?“ – „Nein, bisher nicht.“

8 Kommentare zu “1968: Die erste U-Bahn in Frankfurt

  1. …feiner Beitrag. Ich bin zwar meist per Rad im Städtsche unterwegs, nehme bei schlechtem Wetter dennoch gerne die U-Bahn. Was ich allerdings unverschämt finde, sind die Fahrpreise im internationalen Städtevergleich. Das fährt Frankfurt klar hinterher…

  2. „Wir wurden zuerst eingesetzt um irgendwelche Ordnung zu schaffen, das ist uns aber nicht gelungen…“ – dann wurden halt irgendwelche sachen verteilt ;-) großartig.
    danke für das schöne video!

    • Hatte eigentlich nach dem “So war das alte Frankfurt“ gesucht, was neulich im TV lief- fand aber nur einen geschnittenen Dreiteiler auf YouTube. Dabei bin ich dann auf diesen Clip gestoßen.Die Hostess hat übrigens die selbe Frisur wie meine Mutter damals :-)

  3. schick, leider hatte hatte ich an dem tag keine zeit, musste im kindergarten geburtstag feiern.
    die züge sind sicher … recht überfüllt ;-)
    25 jahre zuvor wurde auf den tag genau der alte riederwald in schutt und asche gelegt, die eintracht hatte keinen sportplatz mehr…

  4. Erinnerst Du Dich (etwa) noch an die Geburtstagsfeier?

  5. Pingback: Das alte Frankfurt | stinkstivvel

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