Wohnraum Frankfurt

In der Zeit vom 18. bis 26. Januar 2018 beschäftigen sich in Frankfurt drei Veranstaltungen – eine Buchvorstellung und zwei Diskussionsrunden – mit wohnungs- und stadtpolitischen Themen.

Buchvorstellung: Wohnraum für alle?! Perspektiven auf Planung, Politik und Architektur.

18. Januar 2018 – 20 Uhr – Karl-Marx-Buchhandlung, Jordanstraße 16, 60486 Frankfurt am Main

Seit Jahren steigen Mieten und Wohnungspreise, besonders in wachsenden Städten und Regionen Deutschlands. Günstiger Wohnraum ist knapp und untere und mittlere Einkommensgruppen sind von hohen Wohnkosten belastet. Vor diesem Hintergrund erörtern die Autor/innen Bernd Belina (Professor für Humangeographie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Susanne Heeg (Professorin für Humangeographie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main) und Sebastian Schipper (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Humangeographie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main) die Gründe für die Wiederkehr der Wohnungsfrage und erkunden Strategien, mit denen bezahlbarer Wohnraum für alle geschaffen werden kann.

Diskussion: Frankfurt für alle?! Linke Strategien für bezahlbaren Wohnraum.

24. Januar 2018 – 19 Uhr – Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt am Main

Wie sieht eine Wohnungspolitik aus, die Arme nicht aus der Stadt verdrängt? Wie können wir ein „Frankfurt für alle“ mit bezahlbarem Wohnraum realisieren? Darüber diskutieren an diesem Abend Andrej Holm (Stadtsoziologe), Janine Wissler (OB-Kandidatin) und Vertreter*innen der ABG-Kampagne und der Nachbarschaftsinitiative Nordend Bornheim Ostend (NBO.

Diskussion: „Stadt für alle?!“ Von urbanen Bewegungen zu einer neuen Politik des Städtischen?

26. Januar 2018 – 19:30 Uhr – Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

Gegenwärtig werden weltweit neue Formen progressiver Politik jenseits des Nationalstaates erprobt. So konnten z.B. in Italien und Spanien munizipalistische Bewegungen vielerorts die Kommunalwahlen gewinnen und in den USA stellten sich Bürgermeister/innen gegen ihre nationalen Regierungen und deren Politik. Und auch in Deutschland wird versucht, unter Begriffen wie „Solidarity City“ die Solidarität mit Geflüchteten zum Ausgangspunkt für neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu machen. Welche Perspektive solche Initiativen für eine „Stadt für alle“? eröffnen, diskutieren (in deutsch und englisch) Margit Mayer (Stadtforscherin und emeritierte Professorin für Politikwissenschaft am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der FU Berlin), Beppe Caccia (Philosoph und politischer Aktivist, von 2001 bis 2005 stellv. Bürgermeister in Venedig), Felix Wiegand (stadtpolitischer Aktivist und Mitarbeiter am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt) und Katharina Morawek (Kuratorin, Mitbegründerin der stadtpolitischen Initiative „Wir alle sind Zürich“, assoziiert am Institut Neue Schweiz – INES).