„Liebe/r Graffiti-Künstler/in …“

Auf einer mindestens 10 Meter breiten Plakatwand der VGF und Messe Frankfurt wird in einem Slogan, in Anspielung auf die U-Bahn-Linie U4, aus einem „you for“ ein „U4“. So weit, so gähn. Allerdings hat erst dieser „pfiffige“ Slogan meinen Blick auf einen DIN A4-Aushang gelenkt, der links und rechts von der Plakatwand angebracht wurde. In diesem richtet sich die Messe Frankfurt in ähnlich „pfiffigem“ Duktus an Graffiti-Künstler:

Messe Frankfurt mit Message an Graffiti-Küntsler/in

Was könnte passiert sein? Wurde vielleicht mit Graffiti-Parolen gegen die rechts-außen Autoren, Verlage und Gäste auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse protestiert? Wurde gegen die Frankfurter Buchmesse selbst protestiert, die „als privatwirtschaftliche Organisation nicht zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet ist“ (FR, 12.09.2017) und in diesem Zusammenhang auch anders hätte reagieren können? Oder störte sich vielleicht jemand an der Bundeswehrwerbung, die gegenüber dieser Plakatwand aktuell gleich zwei der sehr prominent platzierten Werbeschaukästen besetzt? Nein. Nicht wirklich. Stattdessen sieht man, und das auch nur wenn man hinter die Säule (nicht im Bild) schaut, die den Beginn der Plakatwand verdeckt: Dort hatte jemand getaggt! Bei so etwas steht offenbar schon mal schnell die „gute Nachbarschaft“ auf dem Spiel.

Messe Frankfurt mit Message an Graffiti-Küntsler/in

1 Kommentar zu “„Liebe/r Graffiti-Künstler/in …“

  1. über die „vielen guten kameras“ lacht ein sprayer doch und zieht sich halt ne kapuze über

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