Konzertierte Aktion im Bahnhofsviertel in der Kritik

Bereits am 6. September 2019 fand am Karlsplatz im Frankfurter Bahnhofsviertel eine Kundgebung mit Redebeiträgen, Gesprächen und Austausch gegen die Verdrängung von Drogen konsumierenden und wohnsitzlosen Menschen statt. Anlass war die konzertierte Aktion von Drogenreferat, Träger der Drogenhilfe im Bahnhofsviertel, Geschäftsstelle des Präventionsrats, Polizei, Stadtpolizei und Stabsstelle Sauberes Frankfurt. Aufgrund von Beobachtungen wurde Kritik laut, da das mit dieser Aktion kommunizierte „verträgliche Miteinander“ in der Praxis den Eindruck erweckte, dass diese Menschen von den Straßen verschwinden sollen.

Das Medienkollektiv Frankfurt hat zu dem Thema nun ein Video veröffentlicht, welches auf Initiative von Anwohner*innen, (angehenden) Sozialarbeiter*innen und Personen, die für eine Stadt(politik) für alle sind, entstand.

„Auf der einen Seite gibt’s Menschen, denen signalisiert werden soll, dass etwas getan wird. Die Gewerbetreibenden, gut situierte Leute, häufig weiße Menschen, denen wird signalisiert, dass sie die Polizei als Instrument ihrer eigenen Interessen einsetzen können. Und auf der andern Seite gibt es immer größer werdende Gruppen von Menschen, die immer nur Objekt von polizeilicher Intervention sind, die als überflüssig, als Ausschuss konstruiert werden, die man verbannen will aus dem Stadtbild, die hier vertrieben werden sollen.“ (Daniel Loick, Philosoph und Sozialwissenschaftler)

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