Burger in Frankfurt – Wiesenlust

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Nach dem Heroes Burger (Leibnizstraße) und dem Burger Baby (Höhenstraße) hat vor wenigen Wochen in unmittelbarer Nachbarschaft, an der Ecke Berger Straße/ Bornheimer Landstraße, mit dem Wiesenlust ein weiterer Burgerladen im Frankfurter Nordend seinen Betrieb aufgenommen.

Ähnlich wie „Die Kuh die lacht“ finde ich den Namen „Wiesenlust“ irgendwie unglücklich für den Themenschwerpunkt Burger, jedenfalls verbinde ich mit diesen Namen eher Molkereiprodukte aus Supermärkten, beispielsweise Streichfette oder Joghurts.

Die Karte ist sehr übersichtlich gestaltet, man blickt schnell durch, was ich außerordentlich begrüße, da habe ich schon ganz andere flippige Crazy-Menue-Styles erlebt. Etwas mehr Mühe hingegen hätte man sich bei den Namen der Speisen machen können, das kommt meines Erachtens etwas lieblos daher wenn man sich z.B. bei den Burgern durch Burgerglück 1, Burgerglück 2… Burgerglück 12, Burgerglück 13 und bei den Salaten durch Wiesenglück 1, Wiesenglück 2… Wiesenglück 5, Wiesenglück 6 arbeitet. Auf Namen kommt es aber glücklicherweise in der Gastronomie nicht an, dafür um so mehr auf das, was auf dem Teller kommt. 

In meinem Fall ist das ein Burgerglück 2, dazu Pommes Frites/ Kartoffeln in Schale und ein Bier von der (never heard before) Pinkus Brauerei. Bei meinem Burger starte ich klassisch mit einem Rindfleisch-Patty. Zur Auswahl standen außerdem noch: Garnele, Bulgur-Spinat, Grünkern-Mandel und diverse Double-Portionen dieser Varianten.

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Der Burgerglück 2 ist, im einfachen Sinne, ein Cheeseburger. Einer der gut schmeckt, zweifelsfrei, mir persönlich aber in immerhin zwei Punkten, Brot und Patty, ein Tick zu weich daherkommt. Der Geschmack des Burgers war aber in Summe schon lecker, auch wenn ich ehrlich gesagt den Bergkäse gar nicht rausgeschmeckt habe. Hier könnte man sich vor Ort überlegen, auf eine andere Sorte Käse umzusteigen, eine würzigere Käsevariante als Alternative anzubieten oder einfach nur etwas mehr vom jetzigen Käse draufzumachen, zumal auch bei meinem zweiten Besuch, ich probierte erneut einen Burgerglück 2, dieses mal jedoch mit einem Bulgur-Spinat-Patty, der Käse geschmacklich überhaupt nicht rauszuschmecken war. Im Gegensatz zum Rindfleisch-Burger zerfiel übrigens die Bulgur-Spinat-Varinate beim Essen irgendwie in mehrere Teile und war zudem fast schon mehr eine „flüssige“ statt saftige Angelegenheit. Die Pommes Frites sind lecker, auch wenn diese eine Prise mehr Salz vertragen könnten, was sich aber erübrigen dürfte wenn man zu denen gehört, die ihre Pommes in Ketchup oder Mayo versenken.

Bei den Getränken der bereits zuvor erwähnten Pinkus Brauerei fand ich das Radler ziemlich klasse, Honig Malz und Pils waren überdurchschnittlich geschmacksintensiv, was für manch einen vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein könnte. Was sich mag: Einen Cappuccino serviert zu bekommen, bei dem der Milchschaum schön fest ist. Was ich nicht mag: Wenn ich bei Kaffeegetränken Zucker benutzen muss. Gab’s hier beides in einem Aufwasch, 2 in 1 sozusagen.

Alles in allem passt das hier in Summe (Lage, Ambiente, Platzangebot, Geschmack) soweit schon ganz gut finde ich. Beim Preisniveau muss ich aber schon klar feststellen, dass ich andernorts, für geschmacklich keinesfalls schlechtere Produkte, durchaus weniger bezahlen muss. Ein kurzer Vergleich hierzu, stand KW11/2013: Für einen Standard-Burger mit Käse, einem Bier und eine Pommes zahle ich bei Wiesenlust 14,75€*, beim Hereos Premium Burger 12,00€** und bei Burgerbaby 10,55€***. Da sind also schon in der Einzelperson-Portionierung deutliche Unterschiede festzustellen. Wie groß genau z.B. die Brötchenhälften sind, aus wieviel Gramm ein Patty besteht, wie groß eine Pommesportion ist und wieviel Zuwendung Tier und Pflanzen vor ihrer Zuführung in den Markt erfahren haben, vermag ich hier jedoch nicht auf die Goldwaage zu legen.

* Burgerglück 2 8,95€ + Pommes Frites 2,90€ + Pils naturtrüb 0,33€ 2,90€ = 14,75€
** Butch mit Käse 7,10€ + Fry’n’Dip klein 2,50€ + Steini 0,33l 2,40€ = 12,00€
*** Hamburger (220g) + Gouda 6,75€, Pommes Frites 1,80€ + Becks 0,33l (nur alk.frei) 2,00€ = 10,55€

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11 Kommentare zu “Burger in Frankfurt – Wiesenlust

  1. schlappe 15 euro für nen burger mit schoppen und fritten? bei aller liebe, das geht zu weit.

  2. [Sarkasmus BEGIN] Ja, wir sind hier ja nicht auf irgendeinem Weddinger Kiez sondern im Nordend, da darf es schon mal ein bisschen teurer sein. [Sarkasmus END]
    Die spinnen doch alle.

  3. sorry, bei den preisen geh ich da erst gar nicht rein.

  4. Kevin Ginnheim

    Alos ich war in der ersten Woche da… da war Wiesenlust nicht so doll… aber erste Woche halt. das muß sich immer nich etwas einspielen. Die hohen Preise sind mir allerdings auch aufgefallen. Da fahr ich beim Heroes mit nem Lunchburgermenü wesentlich besser. Und geschmacklich geht da nix drüber. Burgerbaby war fürn Arsch. Laut (direkt an der Höhenstrasse), Haar aufm Teller, Durchschnittsburger und die Pommes sahen aus wie die kleinen Reste aus ner Tiefkühltüte…

    • Beim Wiesenlust gibt es auch einige „Mittagsmenüs“, bei denen der Preis (aus meiner Sicht) moderater ausfällt, allerdings wird auch etwas kleiner portioniert, soweit ich das verstanden habe. Ist denn ein Lunchburger beim Heroes gleich groß, wie wenn man den normal bestellt? Im Augenblick schmecken mir die Burger beim Burgerbay sogar besser als beim Heroes, was bis vor wenigen Wochen noch nicht der Fall war.

  5. […] Wer noch mehr wissen will: Blog StadtkindFFM – Beitrag zu Wiesenlust. […]

  6. Habe die Burger noch nicht probiert, Pinkus Bier ist allerdings ein ganz großes Plus!! absolute favorite. Daher wohl mal einen Versuch/Besuch wert :-)

  7. Dafür ist es ein Bioburger, Mädels. Das ist wohl keinem bisher hier aufgefallen. Bio ist etwas teurer, dafür werden die Tiere nicht so gequält, es schmeckt oft besser und die Umwelt wird geschont (da weniger Chemie). Damit wird auch die eigene Gesundheit geschont, denn ich habe bisher noch nicht lesen können, dass Chemie gut für den menschlichen Körper ist:)

    • stadtkindFFM

      Die Menschheit hat auch schon Zeiten ohne „Bio“-Etikettierung überlebt – entweder ist Chemie doch nicht so schädlich oder es gab früher auch schon gute Lebensmittel, ohne sie entsprechend zu labeln. Sogar ich erinnere mich an Zeiten, als auf den Markt einkaufen billiger war als im Supermarkt, heute ja nun wirklich keine Selbstverständlichkeit mehr. Dennoch: Ein Burger ist ein Burger, eine Imbissspeise, wer mir das auf Restaurant-Gedöns exklusiver vermarkten will, erreicht mich jedenfalls nicht damit. Für das Geld kriege ich nun wirklich interessante Speisen. Und andere Burgerläden werben übrigens auch mit „aus der Regio X“, „Nachweis Y“, „täglich frisch“ usw.

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