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Anfangs dachte ich: Schon wieder eine Doku über Banksy, diesmal auf Arte. Aber „Banksy, das Bataclan und das traurige Mädchen“ ist anders, denn hier präsentiert sich eine interessante Geschichte im True-Crime-Format. In der Nacht des 26. Januars 2019 stahlen einige Männer die Tür des Pariser Konzertsaals Bataclan, die Streetart-Künstler Banksy einige Monate zuvor als persönliches Tribut an die Terroropfer vom November 2015 mit dem Stencil eines traurigen Mädchens besprüht hatte. Trotz der Tatsache, dass es sich also um illegale Streetart handelt, fahndete die Polizei danach und wurde ein Jahr später tatsächlich fündig.

Mit Exklusivinterviews mit Ermittlern, Tätern und Verdächtigen wird die abenteuerliche Reise des traurigen Mädchens rekonstruiert. Anhand zahlreicher Beispiele und Archivmaterial sowie Einschätzungen von Fachleuten für Streetart und Urheberrecht setzt sich die Dokumentation darüber hinaus mit den Paradoxa der Streetart auseinander, denn: Zurück in Frankreich stellt sich die Frage: Wem gehört eigentlich die „Banksy-Tür“? Den Eigentümern des Bataclan-Gebäudes oder aber der Stadt Paris, die das symbolische Kunstwerk von Millionenwert im öffentlichen Raum oder einem Museum möglichst vielen Menschen zugänglich machen will? Und welchen Anspruch hat Banksy selbst auf sein Kunstwerk?

Banksy, das Bataclan und das traurige Mädchen

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