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Aylin – Land in Sicht

Als deutschsprachiger Hip-Hop Anfang der Neunziger langsam ins Rollen kam, fiel in Bezug auf Frankfurt besonders viel Aufmerksamkeit auf das Rödelheim Hartreim Projekt ab. Aber auch Konkret Finn a.k.a. Iz & Tone und die Asiatic Warriors mit den Rappern Azad und D-Flame waren zu dieser Zeit schon am Start – und mit ihnen der Produzent A-Bomb.

Seit damals hat sich viel getan und deutschsprachiger Hip-Hop ist längst im Mainstream angekommen. Obwohl Hip-Hop ohne Funk und Soul seinen Weg nie hätte beschreiten können, läuft deutschsprachgige Soul- bzw. (Contemporary) R&B-Musik – nicht zu verwechseln mit Hitparaden-Produktion, in denen Soul- und Funkroots nur angedeutet werden – noch weit unter dem Radar. Jedenfalls scheinen nicht ansatzweise so viele Musikerinnen und Musiker wie im Hip-Hop ihr Glück mit diesem Musikstil probieren zu wollen, obwohl in der Vergangenheit z.B. J-Luv („Kontraste“, 2002) und, schon seit über einem Jahrzehnt, Joy Denalane bewiesen haben, dass auch das richtig gut klingen kann.

Vielleicht wird’s ja was mit Aylin, Newcomerin aus Frankfurt und Nichte von A-Bomb. Er hat auch ihr im Dezember 2017 erschienenes Debutalbum „Land in Sicht“ (Baby Shoo Records) produziert, aus dem vor einigen Tagen mit „Candela“ bereits die dritte Single veröffentlicht wurde.

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