Who let the dogs out?

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Während die meisten Menschen derzeit den Fokus auf den Osterhasen gerichtet haben dürften, rückten einige hundert Teilnehmer beim heutigen SOKA Run in der Frankfurter Altstadt den Hund in den Mittelpunkt des Geschehens. Nach Angaben des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) leben ca. 5 Millionen Hunde in Deutschland. Doch nicht für alle gelten die selben „Spieleregeln“.

soka-run-frankfurt-2014-foto-5Die Idee hinter dem SOKA Run ist, mit einer Demonstration und Infoständen Vorurteile gegenüber bestimmten Hunderassen abzubauen. Weiterhin verscht man, zusammen mit einigen Tierschutz-Organisationen, die Politik dazu zu bewegen, Änderungen an den derzeitigen Regelungen bezüglich der So(genannten) Ka(mpfhunde) vorzunehmen und fordert:

  • Halterkunde statt Rassenliste, nach wissenschaftlichen Standards
  • Halterverantwortung fordern – und fördern
  • Bundeseinheitliche Regeln: zur Zucht, dem Handel und der Haltung von Hunden
  • Melde- und Registrierungspflicht für alle Hunde
  • Tierhalterhaftpflicht für alle Hunde

Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes stellt in einer Onlinedatenbank Gesundheitsdaten aus über 100 verschiedenen Quellen zur Verfügung. Hier findet man beispielsweise auch Angaben zu „Sterbefällen nach äußeren Ursachen und ihren Folgen“ durch Hunde. In Deutschland gab es in den Jahren 2012 und 2011 jeweils zwei solcher Fälle, 2010 hingegen deren acht, 2009 keinen und 2008 einen.

Soweit die ganz extremen Fälle, aber wie sieht es mit generell Hundebissen am Menschen aus? Wikipedia lässt wissen, dass es keine gemeinsame Beißstatistik für das gesamte Bundesgebiet gibt, so dass an dieser Stelle einfach mal eine Statistik mit erfassten Vorfällen aus Berlin herhalten muss. Diese führt Vorfälle mit dem Mischling an erster Stelle auf, gefolgt vom Deutschen Schäferhund und dem Terrier. Deutschlandweit werden seit dem Jahr 2000 in den unterschiedlichsten Gesetzen und Verordnungen 22 Hunderassen als gefährliche Rassen gelistet. Der in der Berliner Statistik ganz oben anzutreffende Deutsche Schäferhund ist dort beispielsweise nicht aufgeführt, was den Handlungsbedarf bezüglich klarer, einhaltlicher und vor allem nachvollziehbarer Regelungen unterstreichen dürfte.

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3 Kommentare zu “Who let the dogs out?

  1. Und ist diese Kundgebung friedlich verlaufen? Mein Süßer wäre vermutlich durchgedreht :)

    • stadtkindFFM

      Also zum Zeitpunkt meiner Anwesenheit erschien mir das da alles recht chillig.

  2. SJ Teipel

    Die Veranstaltung war auch recht chillig :)
    Natürlich gab es auch „Hundeunterhaltungen“ ;) – aber wer will es ihnen verwehren, sie sind ja schliesslich nicht Stimmbandamputiert und Geräusche gehören zu den normalen Kommunikationsmitteln :)

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