Skip to main content

Ich habe wieder Schallplatten gekauft, wie üblich aus zweiter Hand, und diesmal führte mich mein Weg zu drei verschiedenen Schallplättenläden in Frankfurt. Die Auswahl fiel auf Musik von 1982 bis 1991: Pop der Bands Nena und Ideal mit Sängerin Annette Humpe, Rap von L. L. Cool J, Synth-Pop von Eleanor, Hip-House von Mr. Lee und Techno von The Hypnotist.

Von britischem New Wave und Punk inspirierter Pop von Nena und Ideal wurde im Mainstream einfach als „Neue Deutsche Welle“ abgetan. Doch das ist hierzulande öfters der Fall, und betroffene Musiker*innen sind nicht immer glücklich über die Einordnung in ein herbeigeschriebenes Genre, wie es später auch bei der „Hamburger Schule“ der Fall war. Das Nena-Album hatte ich früher auf Musikkassette und wollte ich schon lange auf Vinyl haben. Von Ideal kannte ich bisher nur „Blaue Augen“, aber glücklicherweise sind auch noch einige andere Songs auf dem Album ganz brauchbar.

Ideal – „Blaue Augen“ (1982)
Album: Ideal

Nena – „Tanz auf dem Vulkan“ (1983)
Album: Nena

L. L. Cool J – „I need love“ (1987)
Maxi-Single

Nachdem L. L. Cool J (Lady Love Cool James) 1985 mit seinem von Rick Rubin produziertem Debütalbum „Radio“ auf Def Jam Recordings für Aufsehen gesorgt hatte, kehrte er 1987 mit der vermutlich ersten Rap-Ballade überhaupt zurück: „I need love“.

Eleanor – „Adventure“ (1988)
Maxi-Single

„Adventure“ von Eleanor schaffte es in den USA auf Platz 1 der Billboard Dance Club Songs, flog aber ansonsten leider unter dem Radar – und das obwohl sogar Shep Pettibone, der u. a. mit Madonna und George Michael arbeitete, seine Hände mit im Spiel hatte.

Mr. Lee – „Get busy“ (1989)
Maxi-Single

Die „Hip House“ genannte Musikrichtung aus House-Beats, Piano-Loops, Rap-Parts und Samples trendete nur kurz von Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre, was ich sehr schade finde, denn was Protagonisten wie Tyree Cooper (auch: Tyree), Fast Eddie, Beatmasters und Co. veröffentlichten, konnte sich hören lassen. Dass Rap in Tanz-Produktionen kein Selbstläufer ist konnte man später beim Genre Eurodance hören, wo die Rap-Parts durchweg gruselig waren.

The Hypnotist – „Hardcore u know the score“ (1991)
E.P.: The Hardcore E.P.

Caspar Pound (1970-2004) war Label-Boss von Rising High Records und zusammen mit Pete Smith bildete er das Duo The Hypnotist, das neben „Rainbows in the sky“ und „The house is mine“ auch die Hardcore E.P. mit dem Track „Hardcore u know the score“ hervorbrachte – ein Track, in dem alles drin ist, was damals Techno (aus England)  auszeichnete.

Anthony Rother - „Mad world“

Anthony Rother – „Mad World“

Das dem Architekturstil des Brutalismus zugeordnete Rathaus Offenbach diente als Kulisse für das Musikvideo zum Song „Mad World“ von Anthony Rother.
Anthony Rother zu Gast bei der radio-eins-Sendung „Elektro Beats“

Elektro-Beats-Podcast mit Anthony Rother

Olaf Zimmermann begrüßt in der 1289. Folge der radio-eins-Sendung „Elektro Beats“ den Offenbacher Elektro-Musiker und Produzenten Anthony Rother als Studiogast und sprach mit ihm über sein neues Album „Robo Pop“.
Schellhase_Roth - Kaiserlei

Schellhase_Roth – „Cities“

Inspiriert durch die analoge Fotoserie des Frankfurter Fotografen Sebastain Schramm, der den Umbau der Kaiserleis im Bild festgehalten hat, haben Nina Schellhase und Tim Roth dem Kaiserlei acht Musikstücke gewidmet.

Schreibe einen Kommentar

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner