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Neben Namen wie Tina Turner, Sinéad O’Connor, Jane Birkin, Harry Belafonte und Astrud Gilberto erscheint Steffen Britzke, der als Musiker unter dem Namen Stevie B-Bet in Erscheinung trat, vergleichsweise unbekannt, aber wer um die Anfänge von Technohouse in Europa und Deutschland weiß, wird das möglicherweise anders beurteilen, denn der Musiker und Produzent war an vielen Veröffentlichungen beteiligt, die weit über die Grenzen Frankfurts und Deutschlands hinaus bekannt wurden, da er für die damaligen Labels von Sven Väth, z. B. Eye Q Records, tätig war. Wie die eingangs genannten Stars ist auch Stevie B-Zet in diesem Jahr, am 27. Juli, gestorben, und das im Alter von nur 62 Jahren.

Grund genug hier nochmal an sein Schaffen zu erinnern, besonders aus jener Zeit, den frühen 1990er-Jahren, als das Groove-Magazin noch den Untertitel Sound of Frankfurt trug und hier herausgegeben wurde, Locations wie Omen, Dorian Gray und XS für Frankfurter Clubkultur (mit Fokus auf elektronische Musik) standen und die Labels Harthouse und Eye Q Records zahlreiche Tracks veröffentlichen, die damals schon durch die Decke gingen und heute zu Klassikern dieses Genres gezählt werden dürfen. An einigen davon war auch Stevie B-Zet beteiligt, der aber nur selten mit diesem Namen auch als Interpret in Erscheinung trat.

Den Anfang macht jedoch ein Track jenseits der Club Culture: „Scotty’s Arrival“ war einer von seinen 10 Songs, die er für den insgesamt 14 Songs umfassenden Soundtrack des deutschen Thrillers „Der kalte Finger“ (Regie: Ralf Huettner) produziert hatte. Ich bin weder vor noch nach „Der kalte Finger“ nur wegen eines Soundtracks ins Kino gegangen.

Stevie B-Zet – „Scotty’s Arrival“ (1996)
Stevie B-Zet

Einer der zuvor genannten Klassiker stammt aus seinem Projekt mit Sven Väth. Das Duo veröffentlichte unter dem Namen „Astral Pilot“ das Album „Electro Acupuncture“, auf dem sich auch der über 20(!) Minuten lange Track „The Day After“ befindet. Es war später auch der Track, der als letzter beim Omen-Closing gespielt wurde

Astral Pilot – „The Day After“ (1995)
Stevie B-Zet und Sven Väth

Weitere Produktionen im Bereich Techno/Trance/House waren z. B. noch „Vernon’s Wonderland“ (Vernon, 1993), „Sun Down“ (The Volunteers, 1992), „Dancing 6/4“ (B-Zet, Boutsen, 1991), „No Fate“ (Zyon, 1991) und „Wake Up“ (Odysee of Noises, 1991).

Vernon – „Vernon’s Wonderland“ (1993)
Stevie B-Zet, A. C. Boutsen, Vernon

The Volunteers – „Sun Down“ (1992)
Stevie B-Zet und DJ Dag

A.C. Boutsen & Stevie B- Zet – „Dancing 6/4“ (1991)
Stevie B-Zet und A. C. Boutsen

Zyon – „No Fate“ (Struggle Continous Mix) (1991)
Stevie B-Zet, A.C. Boutson, Zyon

Odysee Of Noises – „Wake Up“ (Zyklop 1 Mix) (1991)
Stevie B-Zet, A. C. Boutsen, Sven Väth

Auch in Sachen Pop-Musik war er tätig, z. B. als Keyboarder für Quincy Jones („Back on the block“) oder Remixer für Sabrina Setlur („Glaubst du mir?“). Mit Unterstützung der Sängerin Darlesia Cearcy brachte er das Lied „Everlasting Pictures“ heraus, das einige Jahre später eingedeutscht als „Bilder von Dir“ von Laith al-Deen deutlich mehr Aufmerksamkeit erfuhr.

B-Zet with Darlesia – „Everlasting Pictures“ (1995)

Laith Al-Deen – „Bilder von Dir“ (2000)

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