Wie in jedem Jahr finden rund um die Frankfurter Buchmesse zahlreiche Veranstaltungen in Frankfurt statt, so z.B. auch das Lesefest Open Books.  Vom 13. bis 17. Oktober 2015 werden sich Orte wie der Frankfurter Kunstverein, das Haus am Dom, die Alte Nikolaikirche, die Historische Villa Metzler oder auch der Frankfurter Römer in literarische Begegnungsstätten verwandeln und ein sehr abwechlungsreiches Programm auffahren.

Bei Talks dieser Art bevorzuge ich Themen aus den Bereichen Gesellschaft, Politik oder Geschichte, weniger Gespräche zu aktuellen Romanen oder Unterhaltungsliteratur, von daher fallen meine fünf herausgepickten Veranstaltungshinweise recht einseitig aus.

● Mittwoch, 14. Oktober, 17.00 Uhr, Haus am Dom (Großer Saal)
Bascha Mika/ Arnd Festerling: Was ist gerecht?
Nach der positiven Resonanz zur Frankfurter Rundschau-Serie „Gerechtigkeit“, hat die Chefredaktion der Zeitung die wichtigsten Beiträge gesammelt und als Buch herausgegeben.

● Freitag, 16. Oktober, 18.30 Uhr, Haus am Dom (Großer Saal)
Thomas Schulz – Was Google wirklich will. Wie der einflußreichste Konzern der Welt unsere Zukunft verändert.
Seit Jahren kann man zu diesem Thema im Internet zahlreiche Artikel entdecken und, je nachdem woher der Wind weht, wird mal Beifall gespendet, mal kritisiert.

● Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr, Haus am Dom (Giebelsaal)
Niels Boeing – Von wegen. Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft.
Investorenarchitektur, Mietenwahnsinn und ein öffentlicher Raum, der immer mehr privatisiert wird. Die Stadtentwicklung geht größtenteils an den Bedürfnissen ihrer Bürger vorbei, doch seit einigen Jahren regt sich auch Widerstand, Bürger wehren sich gegen die neoliberale Zurichtung ihrer Städte.

● Samstag, 17. Oktober, 15.30 Uhr, Haus am Dom (Großer Saal)
Yascha Mounk – Echt, du bist Jude? Fremd im eigenen Land. Ob Antisemitismus oder betontes Wohlwollen – der Autor erzählt unterhaltsam vom immer noch verkrampften Verhältnis vieler Deutschen zu Juden.

● Samstag, 17. Oktober, 18.30 Uhr, Haus am Dom (Giebelsaal)
Heiko Werning – Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation. Nach dem Attentat auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo wurde weltweit viel über Satire diskutiert. In diesem Buch nimmt sich der taz-Autor und Titanic-Mitarbeiter Werning der bundesdeutschen Gegenwart zu diesem Thema an.

Das Programmheft mit allen Veranstaltungen zu Open Books gibt’s als PDF-File.

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