Im vergangenen Jahr konnte die Firma Rittal aus Herborn einen der größten Aufträge ihrer Unternehmensgeschichte verbuchen. Mit bis zu 28.000 Multifunktionsgehäusen ist der Systemanbieter für Schaltschrank- und Gehäusetechnik wichtiger Partner der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau in Deutschland. Nach Angaben des Herstellers sind die sogenannten Multifunktionsgehäuse aus Aluminium speziell für den Breitbandausbau entwickelt worden und zeichnen sich zudem dadurch aus, dass diese staub- und vandalismusgeschützt, korrosionsfest und auf Grund einer Reinpolyester-Pulverlack-Oberfläche gegen Graffiti nahezu immun sind. „Zumindest hat der Sprayer nicht lange Freude an seinem Werk, da sich die Farbe leicht entfernen lässt“, heißt es weiterhin in einer Meldung vom 27. März 2014.

Nach Angaben des Herstellers hat man es hier also eigentlich mit suboptimalen Voraussetzungen zu tun, wenn es um das Bemalen solcher Kästen geht. Schaut man sich jedoch mal etwas genauer in den Straßen Frankfurts um, könnte man den Eindruck gewinnen, dass hier besonders viele Kästen aufgestellt wurden, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen und auch eher selten in den Genuss einer Reinigung kommen. Unbeeindruckt davon scheint auch der Auftraggeber selbst zu sein, denn am 21. Juli 2015 teilte die Deutsche Telekom in ihrem Blog mit, dass es künftig möglich sein wird, ihre Multifunktionsgehäusen zu bemalen. Das soll zwar auch vorher schon möglich gewesen sein, das Prozedere für Interessierte wurde jedoch vereinfacht. Aus dem bisher umfangreichen Papierwerk ist eine E-Mail-Version geworden, die nur noch formlos bestätigt werden muss. Hierzu wurde auch ein Flyer erstellt, der über die genauen Rahmenbedingungen informiert.

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