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Geniale Dilletanten

„Geniale Dilletanten“ war der falsch geschriebene Titel eines Musikfestivalsdas 1981 im Tempodrom in West-Berlin stattfand. Er wurde zum Synonym einer kurzen Epoche künstlerischen Aufbruchs. Vor allem im Umfeld von Kunsthochschulen entstand eine Avantgarde, die genreübergreifend experimentierte, neue elektronische Geräte einsetzte und auf virtuoses Können verzichtete. Viele der Bands kamen von Kunsthochschulen, und ihr Einfluss auf die Kunst wirkt bis heute, z.B. in den Werken des Malers Daniel Richter, dessen neueste Bilder zur Zeit in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zu sehen sind. Bands aus dieser Zeit waren z.B. Der Plan, Deutsch Amerikanische Freundschaft (D.A.F.), Die Tödliche Doris, Einstürzende Neubauten, Freiwillige Selbstkontrolle, Ornament und Verbrechen und Palais Schaumburg. 

Zu dieser Subkultur der 1980er-Jahre gibt es eine Wanderausstellung des Goethe Instituts. Die erste Station in Deutschland war von Juni bis Oktober dieses Jahres das Haus der Kunst in München. Ebenso gibt es, so gesehen auf der Frankfurter Buchmesse, ein Buch zu diesem Thema: „Geniale Dilletanten – Subkultur der 1980er-Jahre in Deutschland“. Erschienen ist es bei Hatje Cantz Verlag, es umfasst 160 Seiten und kostet 24,00 €. Auf die Ohren gibt’s natürlich auch noch: Ralf Schlüter, stellvertretender Chefredakteur beim „art Magazin“, widmet sich bei Byte FM in der Sendung „Mixtape am Freitag, den 30. Oktober 2015, 12 Uhr, dem deutschen Underground der 1980er-Jahre.

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