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„Frankfurt liest ein Buch“ ist ein jährlich stattfindendes Lesefest. Ziel ist es, ein Buch zum Gesprächsstoff und zum Gemeinschaftserlebnis für alle Menschen der Stadt Frankfurt am Main zu machen. Wie so viele andere Events stammt auch diese „Eine Stadt liest ein Buch“-Idee aus den USA (Seattle, 1998) und wurde kurze Zeit später auch außerhalb der USA umgesetzt, in Deutschland (2002) zuerst in Hamburg, Bad Hersfeld, Potsdam, Köln und Hanau, seit 2010 dann auch in Frankfurt. Woher der Film-Ableger dieser Idee stammt, ist mir nicht bekannt, lediglich dass er hierzulande z. B. schon seit 2016 in Hamburg veranstaltet wird. Nun also auch Frankfurt schaut einen Film.

„Frankfurt schaut einen Film“ feiert mit „Happy Birthday, Türke!“, der einst 1992 in die deutschen Kinos kam, am 30. Oktober 2022 seine Premiere. Regie führte Doris Dörrie, die Hauptrolle des türkischstämmigen Privatdetektivs Kemal Kayankaya spielte Hansa Czypionka, der dafür mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet wurde. Die Geschichte handelt von ein den deutschen Lebensverhältnissen angepassten türkischen Privatdetektiv, der in einen verzwickten Fall um Mord, Drogen und Prostitution gerät. Laut filmdienst.de „ein routiniert inszenierter Krimi mit komödiantischen Tönen, der seinen Reiz aus dem Zusammenprall von türkischer und deutscher Mentalität zu beziehen versucht, dabei letztlich aber zu sehr auf Klischees, oberflächliche Genre-Muster und einige arg brutale Effekte setzt.“

In Anwesenheit der Regisseurin Doris Dörrie, des Produzenten Gerd Huber sowie einigen Darsteller*innen wird die Verfilmung des 1985 veröffentlichten Romans in den Frankfurter Kinos gezeigt und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln diskutiert. Hier geht’s zur Übersicht mit allen Veranstaltungen (Drehortführung, Filmgespräch, Filmvorführung, Lesung, Paneldiskussion, VHS-Kurs …)

„In seinen unterschiedlichen Formaten fragt FRANKFURT SCHAUT EINEN FILM: Wie sehen wir den Film heute? Wo fanden und finden sich Orte der Migration in Frankfurt und wie hat sich die Stadt bis heute gewandelt? Was hat sich über die Jahre hinweg in den Narrativen und der Repräsentation von Menschen mit Migrationsbiografie im deutschen Film geändert? Wie wurden Filme in den 1990er in Frankfurt produziert? Wie reiht sich der Film in die facettenreiche Frankfurter Krimigeschichte ein?“ (www.film-hessen.de)

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