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Frankfurts Ostend und die EZB

"Endlich hipp!" - Kommentar auf Bauprjoekt-Werbeplane im Ostend

Vor einigen Tagen veröffentlichte der Hessische Rundfunk eine Multimedia-Reportage über das Ostend. Wer angesichts der vielen Veränderungen in diesem Stadtteil davon ausgeht, dass eine Anlehnung an Erich Maria Remarques Klassiker als Titel für diese Reportage herhalten muss liegt… richtg. – Im Osten viel Neues also.

Tatsächlich spielen sich die Kapitel dieser Multimedia-Reportage nicht im kompletten Osten Frankfurts ab, sondern lediglich in der Gegend rund um das neue EZB-Gebäude. Keine Frage, dort tut sich auch viel, aber warum der Radius derart eng abgesteckt wurde, hat sich mir nicht erschlossen. Das Graffiti-Projekt am Ratswegkreisel, die Hall Of Fame der Freiluftgalerie Frankfurt, welches vor ca. einem halben Jahr in Betrieb genommen wurde und seitdem großen Zuspruch erfährt, findet keine Erwähnung. Als diese Malereien noch direkt am Bauzaun der EZB stattfanden war das anders. Kaum eine Woche verging, in der Publikationen zur EZB und den Finanzmärkten nicht mit einem Foto von dort – im Vordergrund ein (möglichst kapitalismuskritisches) Graffiti, im Hintergrund der wachsende EZB-Turm – versehen wurden.

Neben dieser Multimedia-Reportage nahm sich nun auch ein ganz ordinärer Fernsehbeitrag des Hessischen Rundfunks dem Ostend an. In „Verdrängt das Kapital die Einheimischen? – Wie die EZB Frankfurts Ostend verändert“ steht ebenfalls die EZB im Mittelpunkt des Geschehens, und zwar in Form ihrer Auswirkungen auf den Stadtteil, aufgezeigt an Beispielen in unmittelbarer Nähe des neuen Strandorts.

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Vor über drei Jahren gab es mit Eurozone Ostend übrigens eine ähnlichen Ansatz, auch unter Mitwirkung des Hessischen Rundfunks, aber in Kooperation mit der Börsenredaktion der ARD und der Hochschule Darmstadt.