Die Dressurkönigin und die Tierschützer

Mit dem Groß-Circus Carl Busch gastiert in Frankfurt derzeit eine „der schönsten Circus-Shows der Welt“. Wer das genau definiert und woran das gemessen wird, ist mir zwar nicht bekannt, aber dass diese Show, bzw. der Name Carl Busch nicht zum ersten Mal in Frankfurt aufschlägt, ist mir bekannt. Somit dürfte dieser Event  bereits in der Vergangenheit den einen oder anderen Besucher angelockt haben.

Höhepunkt der Show in Frankfurt ist offenbar Carmen Zander, die „Königin der Raubtierdressur“. Mit ihren fünf Tigern stand sie auch schon für den Zirkus „Krone“ und „Sarrasani“ in der Manege.

Als ich neben dem veganen Restaurant ChimiChurri (gestern eröffnet) in Frankfurt-Bornheim einige zerstörte Werbeplakate  zum Groß-Circus sah, schmunzelte ich ein wenig vor mir her und dachte daran, dass es bestimmt bessere Orte geben könnte, wo man das Thema Dressur/Zirkus/Wildtiere bewerben könnte, als just an dieser Ecke. Allerdings stellte ich noch am selben Tag fest, dass die Hinweistafeln an vielen anderen Ecken ähnlich angegangen wurden.

So wie es also Menschen gibt, bei denen das Vorführen von Tieren Anklang findet, so gibt es eben auch jene, die kein Verständnis dafür aufbringen, dass man im 21. Jahrhundert zum Zwecke der Unterhaltung auf das Vorführen von Tieren setzt. Bei aller „artgerechten Haltung“, ein natürlicher Lebensraum dieser Tiere sieht sicher anders aus. Aber das ist ein Thema, welches der Zirkuswelt sicher nicht exklusiv zugewiesen werden kann.

Protest gegen Circus Carl Busch