Wenn die Oscars erst im März vergeben werden, kann ich Mitte Januar auch noch meine Serien-Empfehlungen für 2025 rauskloppen. Meine Favoriten verteilen sich auf die folgenden Streamingdienste und Mediatheken: 2x Arte, 2x ARD, 1x Disney+ (Hulu), 1x Amazon Prime Video und 1x Netflix. Je zwei Serien stammen aus Großbritannien und den Vereinigten Staaten, je eine aus Frankreich, Spanien und Deutschland.

Tokyo Vice, Staffel 2 (ARD, 10 Folgen) 🇺🇸

Der in Japan als Polizeireporter arbeitende US-Amerikaner Jake Adelstein recherchiert weiterhin in Tokios Unterwelt. Im Gegensatz zur ersten Staffel verschiebt sich der Fokus von Jake als alleinige Hauptfigur hin zu einem ausgeglicheneren Ensemble, was der Serie unglaublich gut tut. Es gibt sie also noch, die zweiten Staffeln, die besser sind als die erste. Schade, dass sie nur für wenige Wochen zum Jahresbeginn in der ARD-Mediathek zu sehen war.

The Lost Station Girls (Disney+/Hulu, 6 Folgen) 🇫🇷

Die französische Serie (Original: „Les Disparues de la Gare“) basiert auf den wahren Morden am Bahnhof von Perpignan (1995–2001). Junge Frauen verschwinden und werden ermordet, während Polizistin Flore Robin über 20 Jahre lang den Serienkiller jagt. Die Ermittlungen sind geprägt von Fehlern, falschen Spuren und technischen Fortschritten wie DNA-Analysen.

Querer – Hinter verschlossenen Türen (Arte, 4 Folgen) 🇪🇸

In „Querer“ werden vermeintliche Grauzonen sexualisierter Gewalt thematisiert, die sich so hinter einigen Türen abspielen dürften. Hausfrau Miren zeigt nach 30 Jahren Ehe ihren Mann wegen wiederholter Vergewaltigung in der Ehe an. Fast noch interessanter in dieser Geschichte sind die beiden erwachsenen Söhne und ihr Umgang damit. Unglaublich gute Serie.

The Terminal List: Dark Wolf (Amazon Prime Video, 7 Folgen) 🇺🇸

Bei den Navy Seals verkackt, daraufhin von der CIA angeheuert und mit einem neuen Team, samt Mossad-Agentinnen, die Mission fortsetzen. Hätte nie gedacht, dass ich in so eine Serie reinschaue und sie tatsächlich gut finde – spannende Folgen mit guten Action-Szenen. Muss ich jetzt etwa all die ähnlichen Serien, die Amazon Prime in den vergangenen Jahren rausgehauen hat, nachholen?

Spuren (ARD, 4 Folgen) 🇩🇪

Deutschland kann ja doch noch Krimi. „Spuren“ ist eine vierteilige Miniserie mit Nina Kunzendorf. Die Geschichte basiert auf realen Fällen aus dem Jahr 2016, als im Raum Freiburg innerhalb weniger Wochen zwei Frauen auf ähnliche Weise ermordet wurden. Der Fokus liegt auf die langwierige und unspektakuläre Detektivarbeit. Klingt öde, ist aber genau das Gegenteil.

Toxic Town (Netflix, 4 Folgen) 🇬🇧

Die britische Drama-Miniserie „Toxic Town“ basiert auf wahren Ereignissen. Sie spielt in der ehemaligen Industriestadt Corby, die sich nach der Schließung ihres Stahlwerks neu aufstellen will. Im Zuge dieser Umgestaltung werden belastete Industrieflächen abgetragen und Material durch die Stadt transportiert, wodurch giftige Stoffe in der Luft und im Boden verbreitet werden. Die gesundheitlichen Folgen treffen vor allem junge Mütter, die mehrere Kinder mit schweren Geburtsfehlern zur Welt bringen.

The Tower, Staffel 1 und 2 (Arte) 🇬🇧

Die Serie „The Tower“ basiert auf Kate Londons Buchreihe „The Metropolitan“. Ausgangspunkt ist der mysteriöse Sturz eines erfahrenen Polizisten und eines jungen libyschen Mädchens vom Dach eines Hochhauses. Die Serie ist von 2021, kam aber erst Ende 2025 ins deutsche Fernsehen.

Auch noch gut:

  • Bosch: Legacy (Season 3) (Amazon Prime)
  • Only Murders In The Building (Season 5) (Disney +)
  • A Man On The Inside (Season 2) (Netflix)
  • Dept. Q (Netflix)
  • Die Affäre Cum-Ex (ARD)

Gerade so noch okay:

  • Black Rabbit (Netflix)
  • Genombtottet (Netflix)
  • Ballard (Amazon Prime)
  • Adolescence (Netflix)
  • Jack Reacher (Season 3) (Amazon Prime Video)

Hat mir nicht gefallen, z. T. sogar abgebrochen, nicht zu Ende geguckt:

  • Paradise (Disney +)
  • Pluribus (Apple TV +)
  • Zero Day (Netflix)
  • Die Åre-Morde (Netflix)
  • Die Legende (Netflix)
  • Oktoberfest (ARD)
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