Seit dem 3. Mai und noch bis zum 1. September 2024 sind Frankfurt und die Rhein-Main-Region Schauplatz für die Triennale der Fotografie RAY. Internationale Künstler*innen stellen ihre Perspektiven zum diesjährigen Leitthema „Echoes“ vor – in Frankfurt im Museum Angewandte Kunst und dem Fotografie Forum Frankfurt, in Eschborn in den Räumlichkeiten der Deutschen Börse Photography Foundation. Darüber hinaus erweitern einige Partner-Institutionen das Thema „Echoes“ in eigens kuratierten Ausstellungen und Veranstaltungen, darunter auch das Kunstforum der TU Darmstadt.

Die Ausstellung im Kunstforum der TU Darmstadt würdigt erstmals in diesem Umfang das Schaffen der Journalistin und Fotografin Emilie „Milli“ Bau. Sie wurde als Emilie Wissmann am 29. Juli 1906 in Darmstadt geboren, wo sie im Alter von 99 Jahren am 31. Oktober 2005 auch starb. Die rund 800 Fotos der Ausstellung Milli Bau. 5000 km bis Paris bezeugen die mehr als 40 Reisen, die sie ab 1948 unternommen hat. Ihre Rolleiflex und ihr Tagebuch begleiteten sie auf ihre außergewöhnlichen Reisen.

„Ich bin die Erste gewesen, die auf die Idee kam,
aus einen Volkswagenbus ein rollendes Haus zu machen.“
(Zitat zwischen den Fotos an einer Wand in der Ausstellung)

Die erste große Reise führt sie 1949 nach Bolivien, wo sie als einzige Frau, mit fünf Forschern eine Expedition unternahm. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1953 ließ sie einen VW-Bus T1 („Bulli“) zu einem „rollenden Haus“ umbauen, mit dem sie am 1. Januar 1956 aufbrach, um die Länder der Seidenstraße, die weltberühmte Handelsroute, zu erkunden. Zunächst reiste sie in den Libanon, später in den Iran, nach Pakistan, Indien, Nepal und China. In dieser Zeit dokumentierte sie mit zahlreichen Fotos ihre Begegnungen und Reiserouten. Auftragsreisen brachten sie 1963 nach Ägypten, Pakistan und Ceylon, 1965 wieder nach China und Sibirien. 1967 reiste Millie Bau durch die Türkei und den Iran, wo sie sieben Jahre als Korrespondentin für „Die Welt“ tätig war. In dieser Zeit schrieb sie auch das Buch „Iran, wie er wirklich ist“. Insgesamt schrieb sie mehr als ein Dutzend Bücher über ihre Reisen und Erfahrungen.

Frankfurter KunstSäule: Julia Roppel – Work with me, play with me – der Frankfurter Stuhl
Frankfurter KunstSäule: Julia Roppel – Work with me, play with me – der Frankfurter Stuhl

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Frankfurter Kunstverein – Hidden History

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