Am Montag wurde bekannt, dass Bodo Staiger, von 1980 bis 1984 Sänger der Band Rheingold, im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Wer mit diesen Namen nichts anzufangen weiß, könnte vielleicht dennoch den wohl einzigen Hit, „Dreiklangs-Dimensionen“, schon einmal gehört haben, schlimmstenfalls im Umfeld der Neuen Deutschen Welle, der irgendwann alles zugerechnet wurde, sofern der Gesang auf deutsch erfolgte und Synthiesizer sowie Drumcomputer zum Einsatz kamen. Vor seiner Zeit mit Rheingold spielte er als 18-jähriger zusammen mit Marius Müller-Westenhagen in einer Band, danach gründete er mit Karl Bartos, später Mitglied von Kraftwerk, die Formation Sinus.

Rheingold haben 1980(!) auch einen Song über Graffiti gemacht. Ich mag den völlig anderen Zugang zu Graffiti hier sehr gerne, fernab von jeglichem Gepose und Getöse.

„Unter Straßenbrücken, überall ist Platz,
an tristen Häuserwänden für ’nen klugen Satz.
Uns’re Städte brauchen mehr Farbe am Bau,
wir sprüh’n umsonst, und das Leben ist grau.

Deine grauen Zellen sollen Farben erhellen,
sprühende Ideen können überall stehen.
Uns wird’s hier zu bunt, wir haben’s in der Hand,
du kannst nur was ändern, hast du Farbe bekannt.

Bunte Graffitis, kreuz und quer durch die Citys, viele bunte Graffitis.“

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