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Am 6. April 1967 hielt Theodor W. Adorno auf Einladung des Verbands Sozialistischer Studenten Österreichs an der Wiener Universität einen Vortrag. Vor dem Hintergrund des damaligen Aufstiegs der NPD, die schon kurz nach ihrer Gründung 1964 beachtenswerte Wahlerfolge verzeichnen konnte – bei der Bundestagswahl 1965 kam die Partei auf 2,0 Prozent, ein Jahr später gelang der Einzug in die Landesparlamente von Hessen und Bayern und 1967 zog sie in die Landtage von Bremen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein –, analysierte Adorno Ziele, Mittel und Taktiken (Antizipieren des Schreckens, Technik der Anspielung und kumulativer Effekt, Wahrheit im Dienst von Unwahrheit stellen, Salami-Methode) – des neuen Rechtsradikalismus, stellte ihm den Nazi-Faschismus gegenüber und zeigte Gründe für den damals schon vorhandenen Zuspruch quer durch die Gesamtbevölkerung auf.

Rund einen Monat vor Adornos 50. Todestag erschien bei Suhrkamp das Buch Aspekte des neuen Rechtsradikalismus, das diesen Vortrag zum Inhalt hat. Darüber hinaus enthält das Buch ein Nachwort von Volker Weiß, Historiker und Publizist, der zur Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten in Deutschland sowie der deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts forscht, der darin den Wert von Adornos Ausführungen für unsere Gegenwart herausgearbeitet hat.

Wer auf das 29 Seiten umfassende Nachwort von Weiß verzichten kann, aber an den Bemerkungen Adornos (im Buch sind das 47 Seiten) interessiert ist, kann diesen auch über einen bei archive.org zur Verfügung gestellten Audiomitschnitt folgen, und zwar über diesen Link:: Theodor W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus

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Kommentare

  • Matthias sagt:

    Eine erhellende Stunde. Erschütternd aktuell. 1000 Dank für den Link. Lohnt sich einfach immer, bei dir reinzuschauen!

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