Skip to main content

Werbung

Dieser Beitrag enthält Werbung für die Medion LIFE P66538 Retro-Boombox , welche mir freundlicherweise von der Firma Medion zur Verfügung gestellt wurde. Die Meinungen in diesem Beitrag sind meine eigenen und wurden nicht durch die Zusammenarbeit beeinflusst.

Vom Radiorekorder zur Boombox

Die ursprünglich von meist sozial benachteiligten Afroamerikanern, Hispanics und Immigranten in den USA geprägte Kultur des MCing/ Rappen, DJing, Breaking (Breakdance) und Graffiti-Writing, später zu Vermarktungszwecken als „Hip-Hop“ zusammengefasst, erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit, wenngleich vieles davon nicht mehr den Geist von einst hat. Besonders durch die Anfang der 1980er Jahre gedrehten Filme Wild Style, Style Wars und Beat Street schwappten diese Themen auch nach Europa.

Ein Produkt dieser Zeit, das nur selten gesondert herausgestellt wird, wie z. B. im vor über zehn Jahren hier Blog vorgestellten Buch The Boombox Project, ist der Radiorekorder, der, sofern er eine gewisse Größe und Leistungsstärke vorzuweisen hat, auch Ghettoblaster und Boombox genannt wird. Ein solches Gerät bestand früher aus Radio, Lautsprechern und Kassenteil, manchmal sogar zwei Kassettenteilen, Kopfhörer- und Mikrophonanschlüssen und einem Mix aus Kippschaltern, Dreh- und Schiebereglern, Tasten und LEDs. Ende der 1980er Jahre kamen noch ein CD-Laufwerk hinzu und nochmal später Steckplätze für Speicherkarten oder USB-Anschlüsse sowie ein Display für die Anzeige entsprechender Informationen. Mit einer Boombox hatte man, besonders im Vergleich zu den damals gängigen Hi-Fi-Einzelbausteinen, eine preiswerte Anlage fürs Zuhause und bestückt mit Batterien konnte man seinen Sound auch in die Öffentlichkeit transportieren. So wars bei mir, so wars bei anderen und so ist es offenbar auch heute noch, denn wenn man sich bei den bekannten Elektrohändlern und Online-Versandhäusern umschaut, gibt es tatsächlich immer noch eine große Auswahl solcher Geräte. Eines davon ist die LIFE P66538 Retro-Boombox des Herstellers Medion, ein in Essen ansässiges Unternehmen, das Teil der internationalen Lenovo-Gruppe ist.

Medion Life P66538 Retro Boombox, Foto: www.medion.com

Retro-Charme und moderne Technik

Die LIFE P66538 Retro-Boombox vereint 1980er Jahre, Retro-Charme und Nostalgie mit moderner Technologie, sozusagen das Beste aus beiden Welten, wobei alt anmutende Tonträger wie Kassetten und CDs auch heute noch eine Rolle spielen, jedoch medial nicht die Aufmerksamkeit bekommen, wie die seit Jahren gleichklingenden Artikel über die Renaissance des Vinyls. Wo man Vinyl, neu und gebraucht, kaufen kann, wimmelt es in der Regel auch von CDs und MCs, außerdem gibt es kaum noch Pop Stars, die bei der Veröffentlichung eines neues Albums, dieses nicht auch als Musikkassette anbieten. Ich habe in diesem Jahr z. B. das neue Album von Lana Del Rey auf Kassette gekauft, außerdem auch eine gebrauchte MC eines Madonna-Albums. Neben dem bekannten Record Store Day gibt es seit einigen Jahren übrigens auch schon einen Casseette Store Day. In einem Schallplattengeschäft in Frankfurt hieß es neulich sogar „CDs sind auch wieder im Kommen“. Na mal sehen … Also, lasst euch nicht irritieren, falls ihr nur von Leuten umgeben seit, die gar nichts anderes mehr kennen als komprimierte Musik von Streamingdiensten über Bluetooth-Speaker oder WLAN-Soundsystemen zu hören – repräsentativ ist das nicht.

MEDION LIFE P66538 80‘ Retro-Boombox

Die Haupteigenschaften der LIFE P66538 Retro-Boombox im Überblick

  • Front-Loading-CD-Player, der CD-R und CD-RW kompatibel ist, mit Repeat- und Random-Funktion
  • Kassettendeck mit Aufnahmefunktion, Auto-Stop und Soft-Eject-Kassettenfach
  • DAB+/PLL-UKW-Radio mit 20 Senderspeichern und Teleskop-Antenne (ca. 60 cm)
  • Wiedergabe von MP3 Musikdateien vom USB-Stick, Micro-SD-Karte und Bluetooth 5.3
  • 2-Wege-Lautsprechersystem mit 2 x 10 W RMS (2 x 100 W max. Musikausgangsleistung)
  • X-Bass-Funktion und Equalizer für Bass und Treble.
  • 2 Mikrophon-Anschlüsse, 1 Aux-Eingang, 1 Kopfhöreranschluss
  • Netz- oder Batteriebetrieb (8 x Mono)

Erster Eindruck

Was mir beim Auspacken des Gerätes als erstes auffällt, ist das Gewicht. Die 6,1 kg fühlen sich im ersten Moment jedenfalls überraschend schwer an, aber es ist nunmal auch kein kleiner Radiorekorder der Sorte 08/15-Henkelware, sondern eine Boombox. Als zweites fällt der Blick auf das Design. Groß, rechteckig, die Farben silber und schwarz dominieren. Ich habe solche Geräte eher einfarbig in Erinnerung bzw. es dominierte eine der beiden Farben und die andere spielte nur eine untergeordnete Rolle. Viele Geräte im Bereich Unterhaltungselektronik setzen heutzutage auf glatte Oberflächen mit wenigen und flachen Bedienelementen. Oftmals müssen dann Tasten länger oder zusammen mit anderen gedrückt werden, um unterschiedliche Funktionen auszuführen. Bei der Retro-Boombox geht man einen anderen, klassischen Weg: Die meisten Funktionen werden mit eigens dafür vorgesehenen Knöpfen, Schaltern, Tasten und Reglern ausgeführt. Ich liebe sowas. In einem Artikel über Schallplattenläden in Frankfurt hatte ich es auch schon erwähnt, dass jegliche Vinyl-Romantik und Faible für ältere Tonträger wie CDs und MCs nicht losgelöst von den dafür benötigten Geräten betrachtet werden kann und die Bedienung solcher Geräte einfach mehr Spaß macht.

 

Kassettendeck, CD-Player und Radio

Das Kassettendeck verfügt über ein sogenanntes Soft-Eject-Kassettenfach. Möchte man eine Kassette einlegen, dauert es mehr als 10 Sekunden, bis dieses komplett geöffnet ist und die Kassette eingesetzt werden kann. Mir ist dieser „langsame“ Mechanismus dennoch lieber als der, bei dem das Kassettenfach quasi herauskatapultiert wird. Apropos Zeit. Wenn man eine Kassette mit 2 x 45 Minuten Spielzeit einlegt, dauert es 3:30 Minuten, bis eine Seite komplett vorgespult wurde. Ist das langsam oder kommt das einem heute nur so vor? Nachdem ich anschließend dieselbe Kassette in meinem Hi-End-Einzelbaustein-Tapedeck aus den 1990er Jahren getestet habe und das ähnlich lang dauerte – 3 Minuten – weiß ich: Ist normal. Wenn man also Musik von Kassette hört, sollte man womöglich nicht ständig das Bedürfnis verspüren, Lieder in anderer Reihenfolge hören zu wollen.

Ein ganz großes Plus bei der LIFE P66538 Retro-Boombox von Medion ist für mich das vertikal angeordnete CD-Laufwerk. Ein solches Front-Loading-Konzept trägt dazu bei, dass das Gerät in der Tiefe deutlich weniger Platz beansprucht als bei Radiorekordern mit einem Top-Loading-CD-Player, die, genau deswegen, auch immer wenig formschön sind. Neben Original-CDs können auch selbstgebrannte CDs abgespielt werden, sowohl im CD-R- als auch im CD-RW-Format. Ich habe in der Vergangenheit irgendwo aufgeschnappt, dass selbstgebrannte CDs irgendwann nicht mehr lesbar sein sollen, aber beim Testen des Gerätes habe ich keinerlei Probleme beim Abspielen meiner bis zu 30 Jahren alten CD-Rs gehabt. Das CD-Laufwerk ist zudem sehr leise, sodass man dessen Betriebsgeräusche auch bei geringer Lautstärke der Musik (so gut wie gar) nicht hört. Auch der Zugriff auf andere Songs auf der CD sowie das Vor- und Zurückspulen innerhalb eines Songs funktionierten reibungslos und ohne nennenswerte zeitliche Verzögerungen. Obwohl laut Herstellerangaben nur dem Kassettendeck eine Soft-Eject-Funktion zugeschrieben wird, ist das beim CD-Player nicht weniger geschmeidig gelöst.

Radioempfang ist möglich via UKW und DAB+. Über das UKW-Band, selbst ohne die ca. 60 cm lange Teleskop-Antenne zu nutzen, ließen sich zahlreiche Sender einwandfrei empfangen. Zum ersten Mal genutzt habe ich DAB+. Hierfür musste zunächst ein Scan-Vorgang eingeleitet werden, der nach ca. einer Minute beendet war und – ohne weiteres Zutun meinerseits –  erklang der Sender „80s80s“, wo auch noch gerade „Touch me“ von Samantha Fox gespielt wurde. Retro-Boombox, Sender 80s80s, Samantha Fox. Mehr 1980er Jahre geht nun wirklich nicht, wenn ich nicht aufpasse, wachsen mir gleich noch Schulterpolster. Mit der Inbetriebnahme von DAB+ haben sich auch automatisch Uhrzeit und Datum eingestellt, die in einem kleinen, hellblau beleuchteten Display angezeigt werden.

Bluetooth, USB und Speicherkarte

Moderne Technologie gibt es bei der LIFE P66538 Retro-Boombox nicht nur in Form von DAB+, sondern auch mit den Möglichkeit, Musik oder Podcasts per Bluetooth von einem Smartphone oder vergleichbaren Geräten über die Lautsprecher des Gerätes auszugeben. Entsprechend dem Bluetooth-Standard müssen die Geräte zunächst gekoppelt werden und unmittelbar danach kann man seine Inhalte vom Smartphone über die Boombox hören und steuern, z. B. auch die Lautstärke regulieren. Wer den Akku seines mobilen Endgerätes schonen will, kann auch per USB-Stick auf eine größere Musiksammlung zugreifen. Der Steckplatz dafür befindet sich unterhalb des Kassettendecks, direkt neben dem für eine Micro-SD-Karte. Man kann Musik von CD oder Radio übrigens auch direkt auf den USB-Stick aufnehmen. Die Aufzeichnung erfolgt mit einer Bitrate von 128 kBit/s. Angelegt wird immer eine durchgängige mp3-Datei, egal ob nur ein Song oder ein aus mehreren Songs bestehendes Album aufgenommen wird. Mit einer kostenlosen Audio-Software kann man sich aber relativ fix die einzelnen Songs zurechtschneiden, ansonsten gilt es, immer am Ende eines Songs die Aufnahme kurz zu stoppen und wieder fortzusetzen, um sofort einzelne mp3-Dateien zu erhalten.

Sound

Ein Zwei-Wege-Lautsprechersystem sorgt für den Sound. Wie üblich bei der Leistungsstärke von Lautsprechern werden zwecks Werbewirksamkeit gerne die nur kurz zu erreichenden Werte, in diesem Fall 2 x 100 W max. Musikausgangsleistung hervorgehoben, relevant ist jedoch immer der geringere Wert, bei dem das Signal konstant ist und das sind hier 2 x 10 W RMS. Reguliert werden kann der Sound mit je einem Drehregler für Höhen (Treble) und Tiefen (Bass), mit dem X-Bass-Knopf kann noch eine extra Portion Bass hinzugeschaltet werden. Vordefinierte Klangeinstellungen mit Modi wie Jazz, Pop, Rock u. ä. gibt es keine, war ich aber auch nie ein Freund davon. Ich vermag keine technisch versierte Bewertung beim Klang vorzunehmen, aber egal ob ich Electronic, Jazz, Pop oder Rap gehört habe, ich konnte immer einen für mich top klingenden Klang einstellen.

Preis

Die Medion LIFE P66538 Retro-Boombox kostet aktuell 179 Euro. Mit Ausstattungsmerkmalen wie CD-Player, Kassettendeck, PLL-UKW-Radio, DAB+, Bluetooth, USB, Micro-SD-Slot, zwei Mikrophone-Anschlüssen, Aux In, Kopfhöreranschluss und nicht zuletzt guten Klangeigenschaften, finde ich den gesetzten Preispunkt mehr als fair. Zum Vergleich: Geräte von mir bisher unbekannten Herstellern mit nahezu identischem Design und vergleichbarer Ausstattung, sind mit Preisen zwischen 250 bis 300 EUR deutlich teurer.

• Medion im Internet: WebsiteInstagramYouTubeFacebook 

Cityghosts im Schnee

Schnee und Frankfurt sind ja durchaus zwei Komponenten, die auch unabhängig der Witterungsbedingungen oftmals zueinander finden. Da sich in diesem Quartal bereits zum wiederholtem Male eine kleinere Schicht von Schnee…
Graffiti an der Blütentunnel-Wall in Darmstadt-Arheilgen

„Blütentunnel“ in Arheilgen ist Darmstadts zweite legale Graffiti-Wall

Darmstadt hat eine zweite Fläche, die legal für Graffiti-Malereien genutzt werden darf. Im 1937 eingemeindeten Stadtteil Arheilgen eröffnete Sozial- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz am 22. September 2018 den sogenannten „Blütentunnel“.
Eintracht Frankfurt Fan-Katalog 2013/14

Eintracht Frankfurt Fan-Katalog 2013/2014

Der neue Eintracht-Frankfurt-Fan-Katalog ist da. 120 Seiten stark und mit vielen neuen Artikeln rund um die SGE. Unter anderen gibt es auch das dritte Trikot für diese Saison, das sogenannte…
Aylin - Candela

Aylin – Land in Sicht

Vielleicht wird's ja was mit Aylin, Newcomerin aus Frankfurt und Nichte von A-Bomb. Er hat auch ihr im Dezember 2017 erschienenes Debutalbum „Land in Sicht“ (Baby Shoo  Records) produziert, aus…

2 Comments

  • nochsoeiner sagt:

    Haha, wie gut! Diskutierten hier im Haushalt die Tage, wie unsere Tochter unsere alten Kassetten abspielen kann und wie wir CDs digitalisieren können. Wie das halt so ist, wenn man über keinerlei Abspielgeräte mehr verfügt. 😅

    • stadtkind sagt:

      Glaub ich. Streamingdienste für Audio und Video haben auch nicht immer alles im Programm, was man sucht, moderne Rechner, auch jenseits der bewusst als Leichtgewicht konzipierten Laptops, kein CD/DVD Laufwerk mehr und wenn mal altes Hi-Fi-Equipment wieder in Betrieb nimmt, merkt man, gerade bei Kassetten, dass das nicht immer gutgehen muss. Früher gab es am Merianplatz ein Geschäft, das unterschiedliche Geräte aus dem Bereich Unterhaltungselektronik zum Ausleihen (ein Monat, und länger) hatte, vielleicht gibt’s noch sowas?

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner