Ende der Achtziger Jahre brachte der US-Amerikanische Streetart-Künstler, Illustrator und Grafiker Shepard Fairey ein Stencil-artiges Bild des Wrestlers André The Giant in die Straßen. Aufgrund drohender rechtlicher Probleme änderte er jenes später ab und kombinierte es fortan mit dem Wort „OBEY“, bekannt aus dem John-Carpenter-Spielfilm „Sie leben“ („They live“), das in weißer Schrift auf rotem Hintergrund gesetzt wurde. And guess what? Sogar das ist keine eigene Leistung, vielmehr bedient er sich, und später übrigens sogar auch noch die Modemarke „Supreme“, offenkundig bei den bekannten Arbeiten der US-Amerikanischen Konzeptkünstlerin, Aktivistin und Feministin Barbara Kruger, die wiederum für ihre großformatigen Plakate und Installationen bekannt ist. Alles schon da gewesen also, wie so oft im Bereich der Streetart, wo der Hunger nach Aufmerksamkeit bei entsprechenden Akteur*innen nicht selten größer ist als der Anspruch auf wirkliche Originalität. Und spätestens als Shepard Fairey auch noch die Bekleidungsmarke OBEY Clothing gründete, war das Thema eigentlich komplett ad absurdum geführt, wenngleich sich, natürlich, genügend Konsumopfer dafür begeistern ließen.
Aber auch jenseits dieser Mode- und Konsumwelt erfreut sich „seine“ Kreation aus André The Giant, „Sie leben“ und Barbara Kruger weiterhin großer Popularität, denn der Stil dieses Motivs wurde seitdem unzählige Male mit anderen Personen, Figuren und Namen nachgeahmt. 2019 hatte ich zuletzt eine vergleichbare Übersicht dazu hier im Blog gezeigt, darunter Abwandlungen von DOES, KAITO, KARIES, SAVIOR und SCHLINGL. Hier nun also eine weitere Übersicht zu diesem Thema, wieder mit Fundstücken aus Frankfurt am Main, die meisten davon bereits 2024 gespottet. Diesmal auf den Bildern: AMK, DAMN VANDAL, 정글의 한, NO NAME, NONAME, PEDRO und UPSSI.










