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Tatort aus Frankfurt: Wer das Schweigen bricht

Joachim Król und Nina Kunzendorf ermitteln am Sonntag zum letzten Mal gemeinsam für den Tatort in Frankfurt. Sie bildeteten ein durchaus interessantes Team, bei dem die Darstellung der Conny Mey mich deutlich mehr überzeugte, als die von Frank Steier. Schade, dass ausgerechnet sie das Tatort Frankfurt-Team verlässt.

Dennoch: In Summe betrachtet stelle ich  fest, dass leider keiner der bisher gezeigten Fälle dieses Teams auch nur ansatzweise das Niveau der (meisten) Fälle mit mit ihren Vorgängern, Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) und Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki), erreichte. Aber auch für sich allein betrachtet, wussten die bisherigen Fälle nie ganz zu überzeugen. 

Allerdings sind die Produktionen des Hessischen Rundfunks in „guter“ Gesellschaft denn, und das ist für mich als Tatort-Fan mittlerweile schon erschreckend, die Qualität des Sonntagabend-Krimis im Ersten hat seit einiger Zeit extrem abgenommen. Und damit sind nicht nur die zuletzt auch in den Medien in Kritik geratenen Beiträge aus Münster und dem Saarland gemeint, das geht schon eine ganze Zeit lang so. 

Der Trailer zu „Wer das Schweigen bricht“ scheint keine Kehrtwende anzukündigen, allerdings gehören Knastgeschichten, auch jenseits des Labels „Tatort“, nicht unbedingt zu meinen Favoriten.

hr1 wird den Tatort begleiten: Moderatorin Daniella Baumeister wird ab 19 Uhr Liane Jessen, die Fernsehspiel-Chefin beim Hessischen Rundfunk und Regisseur Edward Berger zu Gast haben. Sie werden über den Tatort sprechen und u.a. auf Reaktionen zum Tatort im Web eingehen

5 Kommentare zu “Tatort aus Frankfurt: Wer das Schweigen bricht

  1. Wo sind die Kommissare Konrad, Brinckmann, Dellwo… wo Werner Rolfs oder Leo Felber?
    Die Fälle in Frankfurt und anderswo werden immer häufiger nach lebensfernen abstrusen Mustern wirr konstruiert und zusammengestrickt.
    Ich würde mir einen simplen Mord in einem normalen Milieu spannend aufbereitet wünschen. Wo sind die fähigen Drehbuchschreiber?
    Mal sehen, was uns mit dem nächsten Tatort geboten wird.
    Schöne Grüße vom Schwarzen Berg

  2. Christian

    nun ja … ich hab zumindest gelsen (damals glaube ich auf SPON, jetzt nach kurzer Google-Suche das gefunden: http://www.kultura-extra.de/film/fernsehen/filmkritik_tatort_es_ist_boese.php), dass „Es ist böse“ auf wahren Gegebenheiten beruht.

    Mir hat das Duo Krol/Kunzendorf und auch die Geschichten gut gefallen. Es mag allerdings sein, dass hier zumeist nicht der grundsolide Plot gewählt wurde. Für mich aber kein nachteil. Nina Kunzendorf hätte für mich aber gerne weitermachen können.

  3. Ich finde das jetztige Tatort-Team aus Frankfurt solide, nicht top, aber auch nicht schlecht. Da gibt es derzeit weiß Gott grottigere Ermittlerteams/ Fälle/ Drehbücher. Den ersten Fall von Steier und Mey fand ich übrigens durchaus vielversprechend, was danach kam, reichte da aber nicht mehr heran, finde ich. Übrigens haben gerade die Frankfurt-Tatorts oftmals Drehbücher, die auf wahren Begenheiten beruhen, der am jetzigen Sonntag auch wieder.

  4. Schöner Kommentar zu dieser Tatort-Folge. Ich habe von unserer Seite mal einen Link hierher gesetzt. Hoffe, das ist ok?

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