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Nachdem die Schirn Kunsthalle bereits das Ausstellungsprogramm für 2024 kommuniziert hat, ist nun auch vom Städel Museum zu erfahren, mit welchen Ausstellungen das kommende Jahr bespielt wird. Bereits für den Januar sind einzigartige Werke von Honoré Daumier aus einer Privatsammlung angekündigt, im März folgt eine große Käthe-Kollwitz-Ausstellung, im Mai rückt die Gegenwartskunst des Künstlerduos Muntean/ Rosenblum in den Mittelpunkt und im Juli beginnt eine Schau zu Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse mit Italien als Ehrengast 2024 werden im Oktober italienische Zeichnungen des Barock präsentiert und die letzte neue Ausstellung beginnt einen Monat später und thematisiert die Bildniskunst von Rembrandt und Zeitgenossen im Amsterdam des 17. Jahrhunderts.

Wie üblich für die Ausstellungsvorschauen hier im Blog, habe ich auch diesmal soweit möglich die jeweiligen Ausstellungstexte um Videos ergänzt, in denen auf die jeweiligen Künstler, Künstlerinnen oder Ausstellungsthemen eingegangen wird – mit mal mehr und mal weniger konkreten Bezug zur geplanten Schau im Städel Museum, aber immer gut genug für einen ersten visuellen Eindruck. Die vollständige Ausstellungsübersicht, vorbehaltlich Titel- und Laufzeitänderungen, sieht wie folgt aus:

Honoré Daumier. Die Sammlung Hellwig

24. Januar bis 12. Mai 2024

Der Künstler Honoré Daumier (1808–1879) gehört zu den größten Zeichnern Frankreichs. Er machte sich im politischen Paris des 19. Jahrhunderts vor allem mit seinen Karikaturen einen Namen, die er für die Zeitungen La Caricature und Le Charivari schuf. Das Städel Museum präsentiert ab dem 24. Januar 2024 rund 120 Werke von Honoré Daumier aus der privaten Sammlung Hellwig, welche die ganze Breite des Gesamtwerks – Lithografien, Zeichnungen, Skulpturen und Gemälde – des Künstlers umfasst.

Honore Daumier: A collection of 196 works (HD)

Kollwitz

20. März bis 9. Juni 2024

Käthe Kollwitz (1867–1945) zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, in zahlreichen Städten Deutschlands sind Straßen, Plätze, Parks und Schulen nach ihr benannt. Ihre Kunstwerke haben vor allem die Lebensverhältnisse der verarmten Großstadtarbeiterschaft sowie das Elend des Krieges zum Thema. Das Städel Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung der Künstlerin, die nahezu alle in Auflage erschienenen Grafiken, aber auch von Hand überarbeitete Abzüge und Zeichnungen vereint. Die Ausstellung präsentiert aus diesem Bestand sowie aus den führenden Museen und Kollwitz-Sammlungen mehr als 110 Arbeiten auf Papier, Plastiken und frühe Gemälde der Künstlerin.

Käthe Kollwitz – Leben, Werke & Malstil | Einfach erklärt!

Muntean/ Rosenblum. Mirror of Thoughts

3. Mai bis 27. Oktober 2024

Bereits seit den 1990er Jahren arbeiten die beiden Künstler Markus Muntean (*1962, Graz, Österreich) und Adi Rosenblum (*1962, Haifa, Israel) zusammen. Das Städel Museum präsentiert rund elf großformatige Gemälde und eine Videoarbeit des internationalen Künstlerduos in einer Einzelausstellung. Das Duo nähert sich dabei den Ambivalenzen der menschlichen Existenz, der wachsenden Unsicherheit des Individuums und dem durchdringenden Gefühl der Vergänglichkeit.

Muntean/Rosenblum „Ranny, który może chodzić“ | „Walking Wounded“

Städel/ Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900

10. Juli bis 27. Oktober 2024

Das Städel Museum präsentiert mehr als 75 Gemälde und Skulpturen von insgesamt 27 Künstlerinnen, u. a. von Eugenie Bandell, Marie Bertuch, Dora Hitz, Inge Dinand und Marie-Louise von Motesiczky. Angekündigt sind sowohl wertvolle Kunstwerke aus renommierten US-amerikanischen und europäischen Museen als auch zahlreiche Arbeiten aus Privatbesitz, die zum ersten Mal ausgestellt werden. Unter dem Blickwinkel der Netzwerke entsteht ein Bild der damaligen Ausbildungs- und Arbeitssituation: vom Kampf der Wegbereiterinnen im Paris der 1880er-Jahre über die ersten Bildhauerinnen an der Kunstschule des Städels um 1900 bis hin zu einer Künstlerinnen-Generation im Neuen Frankfurt der 1920er und 1930er Jahre.

Fantasie und Leidenschaft. Zeichnen von Carracci bis Bernini

10. Oktober 2024 bis 12. Januar 2025

Ein großer Teil der italienischen Barockzeichnungen des Städel Museums geht zurück auf die Zeichnungssammlung des Stifters Johann Friedrich Städel (1728–1816), die später durch weitere Schenkungen und gezielte Erwerbungen ergänzt wurde. 90 solcher italienischen Barockzeichnungen zeigt das Städel Museum in dieser Ausstellung, u. a. von Agostino und Annibale Carracci, Guercino, Stefano della Bella oder auch Gian Lorenzo Bernini. Mit ihren Zeichnungen legten sie nicht nur die Grundlage für Gemälde, Skulpturen oder Druckgrafiken, sondern bewiesen auch die Eigenständigkeit des Mediums.

Goldene Zeiten? Kunst und Gesellschaft in Rembrandts Amsterdam

27. November 2024 bis 23. März 2025

Eine einflussreiche Bürgerschaft prägt die Geschicke Amsterdams im 17. Jahrhundert und wird festgehalten in Gemälden der größten niederländischen Meister, allen voran von Rembrandt Harmenszoon van Rijn, aber auch von Jakob Backer, Ferdinand Bol, Govert Flinck, Bartholomeus van der Helst oder Jan Victors. Das Städel Museum präsentiert rund 100 Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie kulturhistorische Gebrauchsgegenstände aus führenden niederländischen und internationalen Museen.

Amsterdam und das Goldene Zeitalter

• Das Städel im Internet: WebsiteYouTubeInstagramFacebook

Milli-Bau-Ausstellung im Kunstforum der TU Darmstadt

Kunstforum der TU Darmstadt – Milli Bau. 5000 km bis Paris

„Ich bin die Erste gewesen, die auf die Idee kam, aus einen Volkswagenbus ein rollendes Haus zu machen.“ (Millie Bau, Ausstellung im Kunstforum der TU Darmstadt)
„Eintracht am Main – Fußball im Bild der Neuen Frankfurter Schule“ im Caricatura Museum in Frankfurt

Eintracht: Museum zu, Pokale auf Tour, Ausstellung im Caricatura

Bereits bekannt ist, dass zehn Pokale aus dem Eintracht-Frankfurt-Museum in mehreren Frankfurter Museen ein vorübergehendes Zuhause erhalten werden. Das Caricatura Museum zeigt den DFB-Pokal von 1974 und den Fuji-Cup von…
Kunst am Bau in Frankfurt: Reliefs von Max Ackermann

Die Ackermann-Reliefs

Im Auftrag der Societät schuf der Künstler Max Ackermann 1968 mehrere große Betonreliefs. Vier davon, eingelassen in die Außenwand, sind trotz Abbrucharbeiten weiterhin zu sehen – und sollen erhalten bleiben.
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