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Open Books 2019

Seit 2009 findet parallel zur Frankfurt Buchmesse das Lesefest Open Books statt. Dieses findet an unterschiedlichen Orten in der Frankfurter Altstadt statt und ermöglicht somit auch jenseits des Messebetriebs eine Teilhabe an den aktuellen Themen des Literaturbetriebs. Bis auf die (bereits ausverkaufte) Eröffnungsveranstaltung am 15. Oktober und die Open Party am Samstagabend sind alle Buchvorstellungfen, Gespräche und Lesungen, über 150(!) in diesem Jahr, kostenlos zugänglich.

Nachdem schon die GegenBuchMasse eine Veranstatlung mit Dieter Dehm im Programm hat, geht es bei Open Books weiter mit streitbaren Linken wie Jakob Augstein und Sahra Wagenknecht. Aber hey, Sascha Lobo, der sein neues Buch „Realitätsschock“ auch schon auf der re:publica in Berlin thematisierte, ist ebenfalls mit von der Partie und auf die Veranstaltung mit Matthias Meisner und Heike Kleffner, die das heute erschienene Band „Extreme Sicherheit. Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz“ herausgegeben haben, freue ich mich ebenfalls. Hier ein Blick auf einige der Open-Books-Veranstaltungen:

OPEN BOOKS am Mittwoch, den 16. Oktober 2019

Jakob Augstein „Im Zweifel links. Vom aufhaltsamen Untergang des Abendlands“

17 Uhr, Großer Saal im Haus am Dom

Jakob Augstein ist Journalist, Buchautor und Verleger der Wochenzeitung „der Freitag“. Von 2011 an schrieb er 8 Jahre lang die Kolumne „Im Zweifel links“ für Spiegel Online. Für das jüngst erschienene Buch mit demselben Titel hat er seine streitbaren Texte thematisch zusammengestellt und neu kommentiert. Eine Lesprobe ist bei der DVA online.

Wer es zum Auftakt weniger politisch, sondern mehr regional bevorzugt, wird im Kapellchen im Römer gut aufgehoben sein, wo um 18:30 Uhr Andrea Habeneys Apfelwein auf Rezept und um 20 Uhr Leo Hellers Schöner Sterben in Bembeltown Thema sind.

OPEN BOOKS am Donnerstag, den 17. Oktober 2019

Julia Ebner „Radikalisierungsmaschinen. Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren“

17 Uhr, Giebelsaal im Haus am Dom

Julia Ebner forscht am Institute for Strategic Dialogue in London zu Online-Extremismus und arbeitet mit zahlreichen Regierungsorganisationen und Polizeiorganen zusammen. Sie ist Online-Extremismus-Beraterin der UN, NATO und der Weltbank und schreibt regelmäßig für den Guardian und die SZ. Sie schleuste sich in 12 radikale Gruppierungen quer durch das ideologische Spektrum ein und macht in ihrem Buch Radikalisierung fassbar. Eine Leseprobe ist beim Suhrkamp Verlag online.

Christian Schneider „Sahra Wagenknecht. Die Biografie“ / Mit Sahra Wagenknecht

20 Uhr, Großer Saal im Haus am Dom

Der Biograf Christian Schneider hat sich in intensiven Gesprächen mit Sahra Wagenknecht und Weggefährten wie ihrer Mutter, einer Freundin aus Kindertagen und Oskar Lafontaine ein Bild von der Politikerin gemacht. Eine Leseprobe ist beim Westend Verlag online.

OPEN BOOKS am Freitag, den 18. Oktober 2019

Sascha Lobo „Realitätsschock. Zehn Lehren aus der Gegenwart“

18:30 Uhr, Großer Saal im Haus am Dom

Der in Berlin lebende Autor Sascha Lobo schreibt nicht nur die vielgelesene Kolumne bei Spiegel Online, sondern auch Bücher. Sein aktuellstes, „Realitätsschock“, stellte er bereits vor einigen Monate auf der re:publica in Berlin vor. Es handelt davon, warum die Welt (plötzlich) aus den Fugen geraten zu sein scheint, woher diese drastischen Veränderungen kommen und was man daraus lernen kann. Eine Leseprobe ist auf der bucheigenen Website (!) online.

OPEN BOOKS am Samstag, den 19. Oktober 2019

Matthias Meisner und Heike Kleffner „Extreme Sicherheit. Rechtsradikale in Polizei, Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz“

18:30 Uhr, Giebelsaal im Haus am Dom

Einzelfall, Gruppe oder Netzwerk? Und wie steht es um die Aufklärung bzw. dem Aufklärungswillen in solchen Fällen? Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes setzen sich erstmals systematisch und umfassend mit den extremen Rechten in Bundeswehr, Polizei, Justiz, Verfassungsschutz und dem Militärischen Abschirmdienst auseinander. Eine Leseprobe ist beim Herder Verlag online.

Reyhan Sahin aka Dr. Bitch Ray „Yalla, Feminismus!“

18:30 Uhr, Großer Saal im Haus am Dom

Dr. phil. Reyhan Sahin ist promovierte Sprach-, Islam- und Genderforscherin und hat schon vor über einem Jahrzehnt als Lady Bitch Ray mit Deutschrap (z.B. „Deutsche Schwänze“) für Aufsehen gesorgt. In ihrem Buch spricht die alevitische Muslimin über Intersektionalität, Islam und Feminismus, Hip-Hop-Feminismus und dem Status Quo der Frau im Hochschulbetrieb. Eine Leseprobe ist bei Klatt-Cotta online.

Typex „Rembrandt“

20 Uhr, Fotografie Forum Frankfurt

Vor 350 Jahren starb Rembrandt van Rijn, der bis heute bekannteste Künstler der Niederlande und einer der bedeutendsten der Welt. Das Rijksmuseum Amsterdam beauftragte den niederländischen Comiczeichner, Illustrator und Maler Typex, die Biografie dieser Künstlerlegende zu zeichnen. Herausgekommen ist eine Graphic Novel, die bereits 2013 erschienen, aber (vermutlich) jetzt erst in deutscher Sprache zu haben ist.

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