Erzwungenes Ende der Galerie Kaiser P im Bahnhofsviertel

Infolge der Berichterstattung und des politischen Drucks des Frankfurter Ordnungsdezernenten im Zusammenhang mit der geplanten Performance „Im Windschatten des Niedergangs“ aka „Heroin-Performance“ und der damit einhergehenden Auseinandersetzung um die Initiative Taunusstraße Arts and Bites (TAB) musste die Galerie Kaiser P jetzt ihren Raum in der Kaiserpassage aufgeben – und das, obwohl man sich aufgrund der Entwicklungen im Vorlauf dieser Performance bereit erklärt hatte, dieses (ursprünglich) durch städtische Mittel geförderte Projekt der Künstlergruppe Frankfurter Hauptschule abzusagen.

„Es ist eine fatale Dynamik in die Kaiserpassage gekommen seit dem die städtisch geförderte Initiative TAB sich dieses Jahr entschlossen hat einen sechsstelligen Betrag in die Hand zu nehmen um die Taunusstraße „aufzuwerten“. Sinnvoll erschien es den Machern unter Federführung von Stadtrat Markus Frank (CDU) hierfür jedoch nicht, die dringend benötigte Arbeit mit Drogenabhängigen in der Straße zu stärken und den Frankfurter Weg weiter zu entwickeln. Stattdessen sollten Kunst und Kultur in der Kaiserpassage die Umgebung aufwerten, die Kriminalität und Drogenszene beseitigen.“ heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Mit dem erzwungenen Ende der Galerie Kaiser P und der Kaiserpassage als Freiraum für kreative Prozesse zeigt sich ein weiteres Mal, dass es in Frankfurt alternative Orte der Subkultur und Orte für Experimente schwer haben, besonders wenn diese nicht kommerziell betrieben werden. Konzept der Galerie Kaiser P ist seit 2012, unterschiedlichsten, teils noch nicht etablierten Künstlerinnen und Kulturschaffenden eine offene Plattform zur Realisierung ihrer Projekte zur Verfügung zu stellen. Der Auszug aus der Ladenfläche erfolgte am gestrigen Donnerstag.