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Hessen-Check: Wie wir wohnen

Hessen ist seit 1950 von 4,3 auf 6,2 Millionen Menschen angewachsen. Was heißt dieses Wachstum für den Wohnungsmarkt? Wie wohnt Hessen? Diesen Fragen ist der Hessischer Rundfunk mit der Sendung „Hessen-Check: Wie wir wohnen“ nachgegangen.

„In einer der exklusivsten Wohnungen Frankfurts, wahrscheinlich auch einer der exklusivsten Wohnungen deutschlandweit“ beginnt Rebecca Rühl ihre Reise durch Hessen. Gleich zu Beginn stellt sich die Frage: Wer wird sich die Stadt in Zukunft noch leisten können?

Rebecca Rühl: „Ich seh grad da unten „Stadt für alle“, ist es denn noch ’ne Stadt für alle?“ – Oliver Gripp: „Natürlich, die Forderung „Stadt für alle“ ist nachvollziehbar, aber Sie werden keine Stadt, weder in Deutschland noch europaweit finden, […] die, ich sag jetzt mal, gleichermaßen für alle das Gleiche bietet […]“

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Klick auf’s Bild führt zum Video auf der Website des hr Fernsehen.

Während in Frankfurt 20.000 Euro Kaltmiete für eine Luxuswohnung verlangt wird, bekommt man in Bad Karlshafen den Quadratmeter bereits für knapp 4 Euro. Aber wie auch in anderen kleinen Gemeinden, finden sich dafür kaum Mieter. Das Resultat sind immer dünner besiedelte Landkreise und weite Wege zu Ärzten und Schulen. [Fun Fact: Es gibt „freche Frankfurter“, die sich in der Provinz Eigentum zulegen und meckern, dass es auf dem Land auch mal stinkt.] Beim Preisanstieg für Wohnraum liegt Kassel weit vorn, dort wurde sogar ein ehemaliges Gefängnis umgebaut und wer in Kassel kaufen will, muss bis zu 50% mehr zahlen, als noch vor 6 Jahren. Nur in Offenbach(!) sind die Mieten noch stärker gestiegen. Beleuchtet wird u.a. auch noch der Wohnungsmarkt in Gießen und das in Darmstadt an der TU im Fachbereich Architektur entwickelte Projekt „Cubity“, einem 250 Quadratmeter großen Konzepthaus für 12 Studenten.

1 Kommentar zu “Hessen-Check: Wie wir wohnen

  1. Sehr interessant, vielen Dank! Guter Bericht vom HR.

    Also zu FFM: hier im Riederwald #rdrwld zahlen wir 7,29 EUR pro Quadratmeter. Und krass ist daran eigentlich nur, dass es die Ausnahme ist, während der Rest unbedingt in Bockenheim, im Nordend, in Bornheim oder in Sachsenhausen wohnen möchte. Vielleicht sollten die Leute auch mal in die schwächeren Stadtteile ziehen. Wenn es hier erwerbares Eigentum gäbe, würde ich bei der erwarteten Preissteigerung von 3-4% auch noch im rdrwld zuschlagen. So leider nur zur Miete.

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