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Im Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main findet seit einigen Jahren eine vom Filmclub Treppe 41 veranstaltete Filmreihe statt. In dieser werden Menschen dazu eingeladen, ihre Lieblingsfilme vorzustellen. In diesem Monat stellt Monika Hempel mit „The Nomi Song“ den Dokumentarfilm über Sänger und Performancekünstler Klaus Nomi vor. Der Film von Andrew Horn, der etwa zwei Jahrzehnte nach Nomis AIDS-Tod entstand, belebt den Mythos Klaus Nomi in einer interessanten Mischung aus Musikdokumentation, Interviews und Szenen mit Science-Fiction-Elementen wieder.

Klaus Nomi hieß mit bürgerlichen Namen Klaus Sperber. Zu dem Künstlernamen inspirierte ihn damals die Science-Fiction-Zeitschrift Omni. Er kam 1944 in Immenstadt in Deutschland zur Welt und starb 1983 in New York, wo er seit 1973 gelebt hatte. Klaus Nomis ikonische und futuristische Kostümierung, sein weiß geschminktes Gesicht, seine Frisuren und die roboterartigen Bewegungen auf der Bühne trugen zu seinem unverwechselbaren Image bei, er gilt bis heute als einer der außergewöhnlichsten Charaktere in der Musikszene der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre – und die war nicht gerade arm an exzentrischen Paradiesvögeln. Gender- und Genregrenzen spielten für ihn keine Rolle, der Countertenor sang Barockoper ebenso gekonnt wie Pop und New Wave.

Monika Hempel hat übrigens auch ein Buch über Klaus Nomi geschrieben. Dafür hat sie mit ehemaligen Freunden und Weggefährten Nomis gesprochen und Archive sowie seinen persönlichen Nachlass durchforstet. Klaus Nomi – Stimme im Orbit (Verlag Andreas Reiffer) wird ab dem 14. März 2024 erhältlich sein.

Der Film „The Nomi Song“ (96 Min. 35mm. OmU) wird am Freitag, 26. Januar, um 20:30 Uhr gezeigt.

The Nomi Song Trailer

The Nomi Song – Klaus Nomi-Documentary w/ David Bowie – Dokumentarfilm/Deutschland 2004, Ausschnitt

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