Mit Kindern Kasse machen

Lief der irgendwann doch recht nervig gewordene „Earthlings“-Aktionismus („YouTube: Milch“) all den „Google: Zeitgeist“-, „Krisenregime stürzen“-, „Euro-Diktatur“– und „Neuro-Folter der Justiz“-Botschaften in der Stadt locker den Rang ab, scheint in diesem Sommer jemand eifrig daran zu arbeiten, den öffentlichen Raum vergleichbar großflächig für seine Botschaften zu besetzen – in diesem Fall um auf vermeintliche Missstände bei den Jugendämtern aufmerksam zu machen.

Mit Kindern Kasse machen

Mehr dazu erfährt man im Bericht der ARD-Sendung „Monitor“ vom 30. April. Thematisiert wurde der riesige und offenbar kaum kontrollierte Markt der privaten Träger, die sich um die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen kümmern sollen, nachdem das Jugendamt jene aus Familien herausgenommen hat. Recherchen von „Monitor“ deckten ein System auf, in dem Jugendliche in fragwürdigen Einrichtungen landen und dort eigentlich nur verwahrt, und nicht etwa pädagogisch betreut werden und Verantwortliche dafür öffentliche Gelder kassieren. Das Wohl der Minderjährigen scheint hierbei allenfalls nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Video: Mit Kindern Kasse machen? (WDR)

Ganz neu scheint das Thema um den „Markt mit Kindern und Jugendlichen“ jedoch nicht zu sein. Bereits im Februar dieses Jahres zeigte die ARD mit „Mit Kindern Kasse machen“ eine ganze Sendung zum Geschäft mit der Jugendhilfe.

Video: Mit Kindern Kasse machen. (ARD)

4 Kommentare zu “Mit Kindern Kasse machen

  1. Kannst du sagen was hinter den „Neurofolter“-Schriftzügen steckt?

  2. [jo.han.nes]

    Ein spannendes Thema, allerdings mit Vorsicht zu betrachten. Der ARD Bericht ist gräuslich recherchiert. Dennoch hilft es, mal unter den Teppich zu gucken. Interessant ist auch diese Stellungnahme.

    • stadtkindFFM

      Danke auf für den Link zur Stellungnahme.

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