Hallo iPhone 5

Jetzt nur noch 7,6mm statt 9,3mm dick, nur noch 112g statt 140g schwer, die Displaydiagonale bei 10,2cm statt 8,89cm und die Auflösung bei 1136 x 640 Pixel statt der bisherigen 960 x 640 Pixel. Vieles beim neuen iPhone 5 kennt man in vergleichbarer Art bereits aus dem Portfolio der anderen Anbieter von Smartphones: Neues Gerät = dünner, leichter, größer(es Display), bessere Auflösung and so on… Auch die Möglichkeit, während einer Videoaufzeichnung Fotos machen zu können gibt es bereits bei Samsung’s Galaxy S3 und auch bei mind. einen Gerät von HTC.

Man könnte also meinen, Apple habe pi mal Daumen zunächst mit den Mitbewerbern gleich gezogen. Wenn man, so wie Apple es offenbar handhabt, nur ein Gerät pro Jahr rausbringt, was an sich nicht schlecht sein muss, wirken viele der neuen Funtionen am iPhone nicht mehr ganz so faszinierend, sondern schon eher so „aha, na endlich“-mäßig. Aus koreanischer Sicht heißt das bestimmt, daß spätestens an Weihnachten in der Armada der gefühlt 50 neuen Geräten pro Quartal die dieses Unternehmen rausfeuert eines dabei sein wird, was sich optisch von den anderen 49 Modellen ein wenig mehr unterscheiden und das bieten wird, was das ab dem 21.9.2012 erhältliche iPhone 5 können wird- und das eine oder andere Schmankerl mehr vermutlich auch noch.

Und hier zeigt sich weiterhin die unterschiedliche Vorgehensweise der beiden Firmen. Die einen, nämlich Samsung, hauen ständig neue Geräte raus.

  • Nachteil: Langeweile. Das Design kann bei Smartphones sowieso nicht wirklich krass verändert werden, ähnlich den Flatscreens für daheim: Großer Screen und dann? Schmaler Rahmen, ganz schmaler Rahmen, gar kein Rahmen? You know…? Und schwupps, fliegen da mal eben so 50 Handys einer Firma im sich wenig voneinander unterscheidenden Design im Laden oder auf der Website rum. Wirkt nicht toll. Kennt man aber auch schon aus derer Klapphandyzeit. Nokia hatte früher wenigstens noch viel herum experimentiert. Damals, als Nokia noch der  Chef im Ring war, kamen wenigstens mal so drei Geräte pro Jahr raus, bei denen in Form und Tastatur wenigstens mal verrückte Sachen probiert wurden.
  • Vorteil: Verschiedene Zielgruppen können unabhängig voneinander angesprochen werden, was gleichbedeutend damit ist, daß man auf allen Positionen (= Preis- und „Güte“-Klassen) mindestens ein Gerät im Wettbewerb platziert hat und dadurch auch ständig in den Medien ist, weil immer mal was dabei ist, was mehr im Fokus rückt als die vielen anderen. Ebenso wird man vermutlich fast immer in der Lage sein behaupten zu können, dass so ziemlich jede nicht exklusiv patentierte Idee der Mitbewerber sich bereits in einem Samsung-Gerät verarbeitet findet und somit der potenziellen Kundschaft zeigt: Seht her, gestern erst die Technik vorgestellt, heute schon verkaufsfähig verarbeitet.


Direktlink, via AppleWerbung

Das iPhone 5 kommt am 21.September und superhässliche iPods wird’s auch bald geben. Mehr zum neuen iPhone und dem heutigen Apple-Event kann man hier nachlesen. Anyway, in Frankfurt wird es demnächst wieder eine lange Schlange geben- und dieses Mal nicht vor dem Hollister in der My Zeil.