Gesehen: Gangster Squad

Einiges los in den Kinos. Wo gestern noch der „Hobbit“ dominierte, ist es aktuell an „Dschängoe“ die Massen ins Kino zu lotsen, bevor bald die Altherrenriege in Form von Arnold Schwarzenegger in „The Last Stand“ und auch Bruce Willis im wievielten Teil eigentlich von „Stirb langsam“ mittlerweile um die Gunst der Kinobesucher/innen werben wird. Und irgendwo dazwischen ist auch noch „Lincoln“ mit von der Partie, der bestimmt bei der kommenden Oscar-Verleihung abräumen wird.

Ich habe mich neulich für den Film Gangster Squad entschieden, weil ich vor einiger Zeit den Trailer dazu sah und mir dachte, dass der unterhaltsam sein könnte, zumal ich Gangsterfilme mag, die in Zeiten spielen wo Männer mit Anzügen, Hosenträgern und Hut gekleidet sind, die Rollen zwischen Gut und Böse klar verteilt sind und es nur noch darum geht, dem Gangstersyndicat Macht, Miezen und Moneten streitig zu machen.

Klingt plump, ist es vielleicht auch, mein Fable für solche Konstrukte bleibt dennoch bestehen. Auch nachdem ich „Gangster Squad“ gesehen habe, der in Sachen Spannung leider sogar hinter den letzten Tatort-Ausstrahlungen rangiert. Und das, obwohl Sean Penn mitmacht, den ich als Schauspieler eigentlich sehr mag und ebenfalls ein Grund war, diesen Film anzuschauen. Aber ausgerechnet er und sein Gegenspieler, Josh Brolin, verkacken den Film ziemlich, wobei ich nicht beurteilen mag, ob die Rollen innerhalb dieses Genres es so erforderten, diese irgendwie derart überzeichnet darzustellen. Ryan Gosling, und durchaus auch Emma Stone, hingegen wussten durchaus zu gefallen. Zumindest im Vergleich zum Rest.

Was besonders nervte war dieses „Jeder Mann trägt ein Abzeichen“, „Wir sind im Krieg“ und „Wie damals im Krieg“-Gelaber. Andauernd. Ein einziges Mal hätte es auch getan und die Rechtschaffenden-amerikanischen-Patrioten-die-das-Gesetz-selbst-in-die-Hand-nehmen-weil-sie-nicht-anders-können-Message wäre auch so verstanden worden. Gemessen an meinen Erwartungen enttäuschte mich der Film jedenfalls.

Besuche im Metropolis-Kino stehen bei mir also weiterhin unter keinen guten Stern. Das einzige Mal als ich letztes Jahr vor Ort war, hatte ich leider auch nur einen durchwachsenen Film gesehen. Die nächsten Male also wieder Programmkino.