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Stabil Elite: Zukunftsmusik von gestern im Gewand von heute

Zukunftsmusik von gestern im Gewand von heute. Auf diese Beschreibung der Musik von Stabil Elite (Wie geil ist denn dieser Name bitte schön?) kam ich, als ich mich nicht ganz damit einverstanden erklären wollte, daß diese musizierenden Herrschaften bei jedbester Gelegenheit mit Kraftwerk verglichen werden. Gründe dafür gibt es durchaus genug, denn sie stammen ebenfalls aus Düsseldorf, ihre Texte tragen sie auch auf deutsch vor und ihr Sound lässt durchaus zuweilen auf die Pioniere elektronischer Musik erinnern, aber wenn überhaupt, würde ich dem Album „Simulationszeitalter“ von Anthony Rother eher dieses Attribut zusprechen. Aber selbst da gilt eigentlich: Jeglicher Vergleich mit Kraftwerk kann nur in die Hose gehen. Der ist m.E. im Falle von Stabil Elite aber eigentlich auch gar nicht nötig, denn da ist genug eigene Klasse vorhanden, auch wenn Marketing und Medien vermutlich mit dem, nennen wir es mal „kraftwerkisieren“ der Band, sicher mehr Aufmerksamkeit generieren- und diese wiederum, hat Stabil Elite definitiv verdient. Vielmehr muss einfach mal gesagt werden, daß diese Musik so retro ist, daß es kaum zu glauben ist, daß sie …

Robot Koch – Glassdrops

Bereits im November letzten Jahres wurde ich hier bei Kamanji erstmalig auf den Song „Glassdrops“ von Robot Koch aufmerksam. Wieder entdeckt habe ich es, als ich kürzlich dieses „irgendwie bekannte Klimpern“ im Song vernahm und mir mittels der App Shazam Interpret und Songtitel erkennen und anzeigen lies. Aufgrund des Wiedererkennens schaute ich, was es denn mit dem Artist sonst noch so auf sich hat und entdeckte allem voran das Video zu diesem Song, welches mich doch recht geflasht zurückließ- also, nicht daß ich es verstanden hätte, aber trotzdem… der Song ist Killer und klingt so, wie Massive Attack oder Tricky heutzutage klingen müssten. -> Zum Song/Video <- Zugebenermaßen war ich etwas irritiert als ich  las, daß Robot Koch u.a. Marsimoto und Casper produzierte und/oder remixte, weil ich denen ihrer Musik, bzw. primär deren Texten und Sprechgesang, eher weniger abgewinnen kann-. Um so erfreuter war ich dann aber als ich feststellte, daß der aus Kassel stammende Robert Koch, so sein bürgerlicher Name, auch schon für Jahcoozi („BLN“) als Producer tätig war und auf dem Berliner Label Bpitch Control …

New Look

Frauenstimmen in Musik haben es mir seit jeher angetan, gerne in Begleitung einer Gitarre, aber selbstverständlich auch immer mit elektronischer Musik, so wie im Falle der aus Kanada stammenden Sängerin Sarah Ruba, begleitet vom Producer und Lebensgefährten Adam Pavao. Der Song „Nap on the bow“ ist dabei in diesem Genre so mit das Beste, was ich dazu (seit langer Zeit) gehört habe. Über eine kürzlich erfolgte Statutusmeldung von Ellen Allien (Official Fanpage) auf Facebook, die in diesem Fall schlicht auf einen Videoclip von den beiden auf You Tube verwies, wurde ich auf das Duo New Look aufmerksam. Drei Jahre, so ist es in den wenigen Berichten im Web zum Duo zu entnehmen, habe man an dem Album getüfftelt, bevor es (bereits) Ende September 2011 beim Label !K7, besonders bekannt durch die durchweg geniale DJ-Kicks-Serie und den Veröffentlichungen von Kruder & Dorfmeister oder auch Chromeo das Licht der Welt erblickte. Das Album beeinhaltet 11 Songs, die sich allesamt in diesem 80er-Jahre-esken Electro-Synth-Pop-Dub-Konstrukt einfinden, wobei manche Songs des Pärchens (bei mir) sofort „funktionierten“, während andere wiederum ein mehrmaliges (Zu-)Hören erforderten, …

Neue Alben am 09-03-2012: „Tacheles“ von MIA. & „Großstadtmärchen 2″ von Oliver Koletzki

2008 gab´s von Oliver Koletzki einen Remix des Songs „Mausen“ von MIA.. 2009 erschien das Album „Großstadtmärchen“ von Oliver Koletzki, bei dem gleich im ersten Song, „This is leisure“, die Sängerin von MIA., Mieze Katz, gefeatured wurde. Und jetzt, in genau einem Monat, dem 9.März 2012, erscheint am selben Tag sowohl das neue Album von MIA., wie auch von Oliver Koletzki. Sachen gibt´s. Ungefähr dreieinhalb Jahre sind vergangen, seit dem das bisher vierte und letzte Album, „Willkommen im Club“, von MIA. erschien und die Vorfreude auf das neueste Werk, dem Album „Tacheles“, ist bei mir bereits entsprechend groß. 2001 kam ich zum ersten mal in den Genuss Musik von MIA. zu hören. Damals legte Ellen Allien vom Label BPitch Control gelegentlich in Frankfurt auf und in einem Mitschnitt eines Sets aus dem damaligen Space Place (heute: Tanzhaus West) von ihr stieß ich auf einen Mix  des Songs „Factory City“, (Videolink) der als ich ihn kurz darauf in einer Female Pressure Night im U60311 nochmals hörte und mich danach ranmachte, in das Album von MIA. reinzuhören, …