Deutschsprachige Musik – Meine Top 10 für 2017

Natürlich kann man sich auch 2017 noch an der Musik von Sängern und Sängerinnen wie Tim Bendzko, Mark Forster, Max Giesinger und Helene Fischer abarbeiten, aber ein Blick auf den Output der nächsten Generation – z.B. Rin („Monica Bellucci), Mike Singer („Deja vu“), Luciano („Vorankommen“), Bausa („Was du Liebe nennst“) oder auch Alina, Julia Engelmann und Lotte – verspricht leider auch keine Besserung: Hier einfallslose Beats, da dünne Stimmchen und fast überall textlicher Dünnpfiff. Und als ob das nicht schon genug wäre, wird man seit einiger Zeit auch noch mit österreichischen Musikkasperl, wie z.B. Andreas Caballier und Wanda, zugemüllt. Alles nicht so einfach. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, habe ich 2017 aber dennoch zehn brauchbare Songs zusammengekriegt.

10. Platz: Feine Sahne Fischfilet – „Alles auf Rausch“

Gerade noch so reingerauscht: „Punk with trumpets“.

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9. Platz: Prada Meinhoff – „Maske“

Electro-Punkrock-Band aus Berlin, spielten auch schon Shows mit DAF und – das sogar in Frankfurt – Peaches und bringen im Februar 2018 ihr Debutalbum heraus.

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8. Platz: Mine & Fatoni – „Alle Liebe nachträglich“

Es sollte ein Album über Liebe, Beziehungen und Pärchen werden, herausgekommen ist jedoch ein Trennungs- und Streitalbum – direkt und realitätsnah.

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7. Platz: Kraftklub – „Chemie Chemie ya“

Wenn ich nur einen Song aus dem aktuellen Kraftlub-Album empfehlen dürfte, wäre es das sächsische „Shimmy Shimmy Ya“. Mehr hat mich vom neuen Kraftklub-Material aber leider auch nicht angesprochen.

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6. Platz: Kettcar – „Sommer ’89″

Song über Fluchthilfe in Zeiten des Mauerfalls, und bis auf den Refrain eher im Stil einer vertonten Kurzgeschichte.

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5. Platz: Candelilla – „Intimität“

Song aus dem neuen Album der vier Münchnerinnen, dass von Tobias Levin produziert wurde, unter dessen Regie auch schon das „Libertatia“-Album von Ja, Panik entstand.

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4. Platz: Gisbert zu Knyphausen – „Niemand“

Sieben Jahre nach seinem letzten Soloalbum erschien im Herbst endlich der dritte Longplayer von Gisbert zu Knyphausen, der auch schon mal als „großer Pop-Poet unserer Zeit“ (Flux FM) gehandelt wird. Als erstes Werk daraus präsentierte er im Juli den Song „Niemand“.

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3. Platz: Love Hotel Band – „Diamant“

Einserseits: Männers mit bis über die Knöchel hochgekrempelten Hosen. Andererseits: Retro-Pop-Romantik pur. *hihi*

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2. Platz: Mine & Fatoni – „Romcom“

Welch Glücksfall, dass sich diese beiden – und das nicht für einen Song, sondern für ein ganzen Album – zusammengetan haben. Bestes gemischtes Doppel seit Cindy und Bert Barbara Morgenstern & Justus Köhncke!

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1. Platz: Ace Tee – „Bist du down?“

Für deutschsprachige Musik reicht es selten über die DACH-Region hinaus. Das hier ist eine Ausnahme, sogar die Tagesschau berichtete über diese Contemporary R’n’B-Nummer der Berlinerin.

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