Marko Fürstenberg – Ghosts from the past

Mit “Ghosts from the past” erschien am 1. September 2014 das neue Album von Marko Fürstenberg. Das 13 Tracks umfassende neue Werk des Leipzigers ist irgendwo zwischen Deep Tech House und Dub Techno verortet und wartet daher mit einer für diesen Musikstil typischen, sehr homogenen Soundkulisse auf: Softe, aber druckvolle Kick Drums, Large Room-, Hall Reverb- und Echo-Effekte und “ein Feuerwerk der Chords”.

Direktlink, via MSProEmotion

Mein Favorit auf dem zweiten Album von Marko Fürstenberg ist jedoch der Track “Itayah”, steuert dieser im Gegensatz zu eigentlich allen anderen Songs einen richtigen Höhepunkt an und lässt dabei sogar die älteren Tracks von D. Diggler, meine bisherigen Favoriten in dieser Soundklasse, weit hinter sich.

Direktlink, via MSProEmotion

Weiterlesen

We have a Mc Donald’s generation of music consumers

In der 22-minütigen Kurz-Doku The Distortion of Sound geht es um die heutigen Hörgewohnheiten der Menschen, die ihre Musik digitalisiert wie noch nie zuvor konsumieren. Auf Musik kann nicht nur überall und jederzeit zugriffen werden, sondern auch ganz schnell, ohne lange Zeit mit dem Spulen eines Bandes zu verschwenden, eine Plattennadel aufzusetzen oder die Scheibe umzudrehen. Ein Klick und der nächste Song läuft. Noch ein Klick und das ganze Album ist angewählt. Und wenn man im nächsten Moment plötzlich auf etwas ganz anderes Lust bekommt: Zugriff auf eine üppige Musikbibliothek. Und das vermutlich auch schon gar nicht mehr von einem Musicplayer, sondern vom Smartphone. Und dann vielleicht noch nicht mal im eigenen Besitz, sondern über einen Streamingdienst ausgeliefert. Hans Zimmer, vielfach prämierter Musikproduzent und Filmkomponist, spricht diesbezüglich trefflicherweise von einer  “Mc Donalds generation of music consumers”.

The Distortion of Sound Full Film from 740 Sound on Vimeo.

All das wird ermöglicht durch die Komprimierung der Musik in Formaten wie z.B. mp3, was sich letztlich sehr stark auf die Klangqualität auswirkt und nicht mehr allzu viel mit dem ursprünglichen Werk, wie es das Tonstudio verließ, gemeinsam hat. Weiterlesen

Blumfeld-Konzert in der Batschkapp am 28.08.2014

“Das Album, das einer neuen Generation deutschsprachiger Bands und Musikern den Weg ebnen und über alle Genregrenzen hinweg inspirieren sollte, gilt bis heute als stilprägend und wird regelmäßig in allen Bestenlisten geführt.” (blumfeld.de)

Die Rede ist von Blumfeld und ihrem Album “L’Etat et moi”, welches vor zwei Jahrzehnten, am 22. August 1994, veröffentlicht wurde und nach “Ich-Maschine” im Jahr 1992 bereits ihr zweites Studioalbum war. Die Gründungsmitglieder Jochen Distelmeyer, Andre Rattay und Eike Bohlken touren im August 2014, sieben Jahre nach Auflösung der Band, anlässlich des 20 jährigen Jubiläums von “L’Etat et moi” nochmals durch Deutschland und machen hierbei auch in Frankfurt Halt, wo sie am 28. August um 20:00 Uhr in der Batschkapp auftreten werden.

Direktlink, via TheCousin666

Weiterlesen

Arte-Doku: Welcome to the 90s – Das goldene Jahrezehnt der Hip-Hop-Kultur

Im Rahmen der “Summer of the 90s”-Themenwochen bei Arte wurde gestern der vierte Teil der Doku-Reihe “Welcome to the 90s” gezeigt: Nach “Dance Culture“, “Boygroups und Girlbands” und “Come as you are- Grunge, Riot Grrrl, Britpop, Nu-Metal” wurde der Hip-Hop der 90er-Jahre beleuchtet. Die Sendung ist nun für sieben Tage in der Arte-Mediathek abrufbar.

Wie bereits bei den vorherigen Sendungen ist es wahrlich schwer, Material für ein ganzes Jahrzehnt zufriedenstellend für alle zusammenzustellen. In “Das goldene Jahrzeht der Hip-Hop-Kultur” geht es daher zum Beispiel hauptsächlich um den us-amerikanischen Hip-Hop, die Bewegung in Frankreich und Deutschland bekommen nur extrem wenig Sendezeit eingeräumt, Großbritannien, welches sich gerade Anfang der 90er-Jahre mit Hijack oder Silver Bullet Gehör verschaffte, findet gar nicht erst statt. Etwas überrascht bin jedoch auch bei der Auswahl der Protagonisten aus den USA, wo Künstler wie Public Enemy, Beastie Boys oder auch Jay Z überhaupt nicht vorkommen und 2 Pac und Notorious BIG nur im Zusammenhang mit dem East Coast vs. West Coast-Konflikt thematisiert werden.

Nichtsdestotrotz sind die knapp 60 Minuten eine nette kleine Zeitreise, u.a. mit dem Wu-Tang-Clan, NWA, Ice Cube, Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg, Warren G, Cypress Hill, Ice-T/Bodycount, De La Soul, Nas, Mary J. Blige, Lauryn Hill und Lil’ Kim. Weiterlesen

Tracks, Mixes & Podcasts aus Frankfurt am Main 08/2014

Inspiriert von UMSEs Songtext bei “Abschalten”, habe ich selbst mal eine kleine Auswahl an Deutsch-Hip Hop-Songs zusammengestellt, mit Texten jenseits des ganzen Mackergedöns.

Der folgende Track stammt aus dem Hause Cocoon Recordings, welcher sich auf der 12″ von Daniel Stefanik befindet. Während der A-Seiten-Track “Signs” nicht so an mich geht, haut die B-Seite mit “Illuminations” umso mehr rein, sehr geiler Track!

Daniel Stefanik im Internet: WebsiteTwitter – Soundcloud

Weiterlesen

DJ-Set von Ata & Baris K im Robert Johnson

Am letzten Wochenende des Juni 2014 feierte eine der Top-Adressen der europäischen Clublandschaft, das Robert Johnson in Offenbach, seinen 15. Geburtstag. Zwei Wochen zuvor fand der Event “Lifesaver Saturday” statt, der u.a. von Ata und Baris K bespielt wurde. Ein zweistündiger Mitschnitt des gleichermaßen interessanten und sehr abwechslungsreichen b2b-Sets der beiden ist nun online und kann bei RBMA Radio angehört werden.

PRESS PLAY um auf die Website mit dem Set zu gelangen

Roman Flügel – Happiness is happening

Vor fast drei Wochen freute ich mich riesig über die Ankündigung von Happiness is happening, dem neuen Album von Roman Flügel. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums unter Verwendung seines bürgerlichen Namens ist für den 1. September 2014 vorgesehen und erscheint auf Dial. Etwas irritiert war ich jedoch, dass sich zu dieser Ankündigung nirgendwo ein musikalischer Schnipsel ausfindig machen ließ.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn ganz aktuell wurde mit “Parade” auf dem YouTube-Channel von Boiler Room ein erster Track aus dem neuen Album des gebürtigen Darmstädters veröffentlicht. Was soll ich sagen? Die Schatulle mit den feinsten was die elektronischen Tanzmusik zu bieten hat enttäuscht auch dieses Mal nicht und liefert Synthie-Spielereien, fiese Claps und einen an Kraftwerk-Instrumentals-in-leicht-gepitcht erinnernden Sound. Bömbchen! Macht definitiv Lust auf mehr.

Direktlink, via KOMPAKT.fm

Arte-Doku: Welcome to the 90s – Dance Culture

Bereits seit dem 19. Juli 2014 begibt sich der Fernsehsender Arte mit dem Format Summer of the 90s auf Zeitreise. Der erste von vier Teilen der Dokureihe Welcome to the 90s war gestern im Fernsehen zu sehen und steht nun für sieben Tage online in der Arte-Mediathek.

Thema ist die Dancekultur dieses Jahrzehnts, mit Blick auf die wichtigsten Clubs und Stile. Was einst als Housemusik im Underground der Gay Community begann und über Technohouse, auch mit Großveranstaltungen wie Mayday oder Love Parade, bekannter wurde, gipfelte letztlich in europaweiten Top-Platzierungen der Charts, sei es mit dem Eurodance-Sound oder auch Produktionen von weltbekannten Superstars, wie Mariah Carey, Janet Jackson oder auch Madonna, die diese musikalische Entwicklung ebensfalls in ihren Songs berücksichtigten.

Direktlink, via arte.tv

Weiterlesen

Kollektiv FFM

Da habe ich über Monate hinweg in den Straßen diese kleinen quadratischen Sticker mit dem “k” gesehen und konnte nie etwas damit anfangen. Vor wenigen Wochen dann entdeckte ich genau dieses “k” zufällig auf Soundcloud. Musik also, Hip Hop um genau zu sein, vorgetragen in deutscher Sprache und aus Frankfurt, vom kollektiv_ffm.

Die Songs, auch wenn manche von ihnen leider nur eine sehr kurze Laufzeit haben und zumindest für jemanden wie mich, der dieses Deutschrap-Dingens nicht mehr ganz so im Blick hat, klingen für die heutige Zeit eher unüblich und erinnern an einiges von früher, Anfang/Mitte der 1990er Jahre, als das alles erst ins Rollen kam, was mir persönlich aber sehr gut gefällt. Weiterlesen

Cocoon Compilation N

Am 8. September 2014 erscheint eine neue Compilation aus dem Hause Cocoon. Mit Cocoon Compilation N serviert man dann schon zum 14. Mal eine Zusammenstellung, die sowohl auf etablierte Künstler, als auch auf vielversprechende Talente setzt.

Nach mehrmaligem Durchhören der Snippets erscheint mir der auf Vinyl und CD erhältliche Release dieses Mal nicht ganz so steil nach vorne zu gehen, was der Qualität der Tracks aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil, ich würde fast behaupten, dass die Cocoon Compilation N richtig groß ist und demnächst wohl mal wieder ein Vinylkauf bei mir ansteht.

Direktlink, via cocoon