DJ-Set von Ata & Baris K im Robert Johnson

Am letzten Wochenende des Juni 2014 feierte eine der Top-Adressen der europäischen Clublandschaft, das Robert Johnson in Offenbach, seinen 15. Geburtstag. Zwei Wochen zuvor fand der Event “Lifesaver Saturday” statt, der u.a. von Ata und Baris K bespielt wurde. Ein zweistündiger Mitschnitt des gleichermaßen interessanten und sehr abwechslungsreichen b2b-Sets der beiden ist nun online und kann bei RBMA Radio angehört werden.

PRESS PLAY um auf die Website mit dem Set zu gelangen

Roman Flügel – Happiness is happening

Vor fast drei Wochen freute ich mich riesig über die Ankündigung von Happiness is happening, dem neuen Album von Roman Flügel. Die Veröffentlichung seines zweiten Albums unter Verwendung seines bürgerlichen Namens ist für den 1. September 2014 vorgesehen und erscheint auf Dial. Etwas irritiert war ich jedoch, dass sich zu dieser Ankündigung nirgendwo ein musikalischer Schnipsel ausfindig machen ließ.

Das gehört nun der Vergangenheit an, denn ganz aktuell wurde mit “Parade” auf dem YouTube-Channel von Boiler Room ein erster Track aus dem neuen Album des gebürtigen Darmstädters veröffentlicht. Was soll ich sagen? Die Schatulle mit den feinsten was die elektronischen Tanzmusik zu bieten hat enttäuscht auch dieses Mal nicht und liefert Synthie-Spielereien, fiese Claps und einen an Kraftwerk-Instrumentals-in-leicht-gepitcht erinnernden Sound. Bömbchen! Macht definitiv Lust auf mehr.

Direktlink, via KOMPAKT.fm

Arte-Doku: Welcome to the 90s – Dance Culture

Bereits seit dem 19. Juli 2014 begibt sich der Fernsehsender Arte mit dem Format Summer of the 90s auf Zeitreise. Der erste von vier Teilen der Dokureihe Welcome to the 90s war gestern im Fernsehen zu sehen und steht nun für sieben Tage online in der Arte-Mediathek.

Thema ist die Dancekultur dieses Jahrzehnts, mit Blick auf die wichtigsten Clubs und Stile. Was einst als Housemusik im Underground der Gay Community begann und über Technohouse, auch mit Großveranstaltungen wie Mayday oder Love Parade, bekannter wurde, gipfelte letztlich in europaweiten Top-Platzierungen der Charts, sei es mit dem Eurodance-Sound oder auch Produktionen von weltbekannten Superstars, wie Mariah Carey, Janet Jackson oder auch Madonna, die diese musikalische Entwicklung ebensfalls in ihren Songs berücksichtigten.

Direktlink, via arte.tv

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Kollektiv FFM

Da habe ich über Monate hinweg in den Straßen diese kleinen quadratischen Sticker mit dem “k” gesehen und konnte nie etwas damit anfangen. Vor wenigen Wochen dann entdeckte ich genau dieses “k” zufällig auf Soundcloud. Musik also, Hip Hop um genau zu sein, vorgetragen in deutscher Sprache und aus Frankfurt, vom kollektiv_ffm.

Die Songs, auch wenn manche von ihnen leider nur eine sehr kurze Laufzeit haben und zumindest für jemanden wie mich, der dieses Deutschrap-Dingens nicht mehr ganz so im Blick hat, klingen für die heutige Zeit eher unüblich und erinnern an einiges von früher, Anfang/Mitte der 1990er Jahre, als das alles erst ins Rollen kam, was mir persönlich aber sehr gut gefällt. Weiterlesen

Cocoon Compilation N

Am 8. September 2014 erscheint eine neue Compilation aus dem Hause Cocoon. Mit Cocoon Compilation N serviert man dann schon zum 14. Mal eine Zusammenstellung, die sowohl auf etablierte Künstler, als auch auf vielversprechende Talente setzt.

Nach mehrmaligem Durchhören der Snippets erscheint mir der auf Vinyl und CD erhältliche Release dieses Mal nicht ganz so steil nach vorne zu gehen, was der Qualität der Tracks aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil, ich würde fast behaupten, dass die Cocoon Compilation N richtig groß ist und demnächst wohl mal wieder ein Vinylkauf bei mir ansteht.

Direktlink, via cocoon

Newcomerin Banks am 16. Juli 2014 live in Frankfurt

Auf die Sängerin Banks wurde ich vor einigen Monaten aufmerksam, als sie auf der Titelseite des Musikmagazins Spex zu sehen war. Da mir die 1985 in Los Angeles geborene Künstlerin bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagte, begab ich mich auf die Suche und landete bei der London EP, welche bereits im September 2013 veröffentlicht wurde, aber zu diesem Zeitpunkt wohl noch immer heiß gehandelt wurde. Die EP enthält vier Songs und hat in “Waiting game” ein Stück, welches besonders zu Beginn aufhorchen lässt, da es einige Ähnlichkeiten im Gesang mit Lana Del Rey aufweist.

Auch bei den drei verbleibenden Songs der London EP  kann man sich nicht ganz des Eindrucks entledigen, dass der Lana Del Rey-Sound irgendwie Einfluss genommen hat, jedoch ohne überhandzunehmen. Darüber hinaus klingt der Gesang oftmals so, als sei er ursprünglich auf einem konventionellen R’n’B-Beat eingesungen worden, anschließend jedoch einem Producer der Güte eines Robot Koch vorgelegt worden, der die Arrangements mit den für ihn typischen Klangteppichen unterlegt hat, so dass die ganze Schose mit dem fragilen Gesang gleich um ein Vielfaches spannender klingt.  Weiterlesen

Sylvan Esso

Letztens erst, im H&M auf der Zeil, hörte ich einen schönen Song und war mir nicht zu schade, auf meinem alten iPhone die Shazam-App zu starten und zu hoffen, dass diese noch vor dem Ende des Songs einsatzbereit sein würde und mir Interpret und Titel anzeigen würde. Das Wischtelefon zeigte Blondfire- “Life of a party” an und einige Tage später schaute ich bei You Tube nach dem dazugehörigen Clip. Denn obwohl es sich eigentlich um eine Video-Plattform handelt, konsumiere ich dort, sogar mehr als auf Soundcloud, am meisten Musik. Sympathischer Nebeneffekt dieser beiden Plattformen: Die Musik dort ist weiterhin für alle zugänglich und somit auch im Web sharebar, ohne sich erstmal irgendwo registrieren oder einloggen zu müssen.

Im Rahmen dieser YouTube-Session wurde ich glücklicherweise auch auf das Duo Sylvan Esso mit ihrem Song “Coffee” aufmerksam: Grandioser Song, dicker Beat und eine tolle Stimme. Einer dieser Songs, die Lust machen auf mehr. Außerdem mag ich den Tanzstil der Sängerin bzw. ihre gesamte Performance. Ich fühle mich erinnert an die junge Björk und Lady Miss Kier von Deee-Lite zugleich, eingebettet in der zeitgemäßen Hipsterness mit Katze, Orientteppich und interessant bemustertem Pulli. Einzig die schon 1993 aus der Mode gefallenen Plateauschuhe geben Rätsel auf.

Direktlink, via Bandwith – WAMU 88.5

Sylvan Esso sind die Sängerin Amelia Randall Meath und Producer Nick Sanborn. Sie war zuvor die Stimme des Folk-Trios Mountain Man, er versuchte sich einst solo mit dem Projekt Made of Oak. Weiterlesen

Chromeo – White women

Am Montag erscheint “White Women“, das neue Album von Chromeo. Mit “Jealous (I ain’t with it)” wurde vor etwa zwei Monaten bereits der vierte Song aus diesem Album veröffentlicht. Los ging’s seinerzeit mit “Over your shoulder”, gefolgt von “Sexy Socialite” und “Come alive”. Mit ihrem Mix aus Electro, Disco und Funk, und entsprechenden Spät-1970er-/Anfang 1980er-Jahre-Einschlag in ihrer Musik, begeistern sie mich seit nunmehr schon zehn Jahren und ich bin davon überzeugt, das sich neben den bisherigen Releases, noch einige weitere Perlen auf dem neuen Album befinden werden.

Aufgrund des Hypes rund um das letzte Daft Punk-Album, weil es mehr funky als technoid daherkam, obwohl ähnliche Tracks bereits beim zweiten Studioalbum zu hören waren, könnte man auf die Idee kommen, P(h)arallelen ziehen zu wollen, besonders wenn man Chromeo bisher noch nicht so auf dem Schirm hatte. Wo Daft Punk jedoch eher dem abendlichen Glitzer’n’Glam-Party-Veranstaltungen von Museeen entsprechen, sind Chromeo der Betrieb zu den regulären Öffnungzeiten, ohne all das aufgepimpte Schi-Schi, der um die Extraportion Aufmerksamkeit buhlt, sondern um seine Klasse weiß und entdeckt werden möchte, anstatt sich aufzudrängen.

Chromeo im Internet: WebsiteTwitterTumblrYouTubeInstagramFacebook

Anthony Rother – Netzwerk der Zukunft

Der gebürtige Frankfurter Anthony Rother hat vor wenigen Tagen mit “Netzwerk der Zukunft” sein neues Album veröffentlicht. Mit seinem klaren, druckvollen und präzisen Elektro-Sound knüpft der Datapunk nahtlos an seine Longplayer “Simulationszeitalter” (2000) und “Hacker” (2002) an.

Während man klanglich vertraute Kost serviert bekommt, wird vertrieblich ein heutzutage eher unüblicher Weg eingeschlagen. Die Schallplatte, so der weniger hippe Terminus für Vinyl, wird derzeit noch produziert, den Digital Download gibt’s nur über die Labelseite von Psi49Net und die CD ist ausschließlich bei Amazon erhältlich. Die üblichen Anlaufstellen des stationären Handels sind ausgeschlossen, Audiostreamingdienste im Internet ebenfalls. Gar nicht mal so blöd.

Musikalisch hält das neue Album insgesamt zehn neue Songs bereit und für die Bassmembranen der heimischen Soundsysteme bricht ein 65-minütiger Überlebenskampf an. Snippets zu allen zehn Songs von “Netzwerk der Zukunft” gibt’s auf Soundcloud.

Neues Album: WYE OAK – “Shriek”

Vor einigen Jahren gelangte ich zufällig auf ein (mir leider nicht mehr bekanntes) Blog, das in Sachen Indie/Alternative so etwas wie eine Jahres-Top 10 präsentierte. In dieser befand sich auch “Civilian”, das dritte Album von Wye Oak, eine mir bis das dato unbekannte Indie Folk Rock-Band aus Baltimore, Maryland, welche aus Jenn Wasner (Gesang, Gitarre) und Andy Stack (Schlagzeug, Keyboard) besteht. Fortan war ich angefixt, besonders Gesang und Stimme übten bis zum heutigen Tag eine gewisse Faszination auf mich aus, so dass ich dem Erscheinungstermin ihres vierten Albums, “Shriek“, regelrecht entgegenfieberte.

Direktlink, via MERGE Records

Noch vor dem heutigen Albumrelease erhielt man mit “Glory“, “Shriek” und “The Tower” drei komplette Songs zu hören, die davon zeugten, dass nicht unbedingt ein zweites “Civilian”-Album zu erwarten sei. Für mich, der eben erst mit diesem Album eingestiegen war, ein wenig schade, allerdings weiß auch die neue musikalische Ausrichtung, mit deutlich erhöhtem Synthie-/Keyboard-Anteil und kaum noch Gitarre, zu gefallen.  Weiterlesen