Detektiv Tudor, das Nitribitt-Haus und Graffiti

Das Landesamt für Denkmalpflege hat das sogenannte Nitribitt-Haus, ein Geschäfts- und Appartementhaus in der Stiftstraße 34-36, „aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen“ in die Denkmalliste aufgenommen. Weniger erhaltenswert waren in der Vergangenheit offenbar das Rundschau-Haus schräg gegenüber, ein Gebäude, welches ebenfalls vom Architekten Berentzen entworfen wurde, oder der Turm Plalast direkt nebenan, wo derzeit noch fleißig gebaut wird.

Die mittlerweile erreichte Höhe der Neubebauung und die entsprechenden Zugänge wurden wohl vor nicht all zu langer Zeit auch dafür genutzt, um rund um das Nitribitt-Haus auch anderweitig aktiv zu werden, wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist.

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Der Sternzeichenmann

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Der Sternzeichenmann in Frankfurt, wer kennt ihn nicht..? Vorzugsweise zwischen Innenstadt und Altstadt anzutreffen, führt er immer eine umfangreiche Auswahl an Sternzeichenbilder mit sich. Diese versucht er seit eh und je gut gelaunt in einem persönlichen Verkaufsgespräch auf der Straße an den Mann zu bringen. Hierzu hat er auch immer ausreichend Wechselgeld dabei, explizit weist er nämlich immer gleich bei der Kontaktaufnahme darauf hin, dass er auch auf große Scheine rausgeben kann. Wenn es denn unbedingt sein muss, nimmt er das Geld auch einfach so an , ohne Gegenleistung. Ein Frankfurter Unikat und ein charmanter Freak noch dazu. Ich mag ihn irgendwie.

Clausthaler-Werbeaktion an der Hauptwache

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Dort, wo Initiativen mit Infoständen öfters für Aufmerksamkeit zu problematischen Situationen werben, halten die shoppingtüchtigen Bürger/innen entlang der Zeil eher selten an um sich einen genauen Eindruck von dem zu verschaffen, was eigentlich genau thematisiert wird. Eher vernimmt man vor Ort sogar Sprüche wie “Was ist denn da schon wieder?” oder “Schon wieder eine Demo?” Man ist sich halt selbst am Nähsten.

Präsentieren sich vor Ort hingegen mind. fünf aneinanderer gereihte Fressbuden als [Land/Region Deiner Wahl]-Markt sieht das freilich schon anders aus. Ebenso auch bei besonderen Werbeaktionen, wie beispielsweise erst wieder am gestrigen Samstag, der erste im Monat März und entsprechend der prall gefüllten Konten zum Monatsanfang, war auch eine besonders stark frequentierte Einkaufsmeile zu vernehmen, die Sonne tat ihr übriges dazu.  Weiterlesen

Und einfach so, ist er weg…

Vor genau einen Monat stand wenigstens die Fassade noch (siehe Fotos vom 20.01.2013) und von vorne sah es weitestgehend so aus, als wäre alles wie immer. Mittlerweile jedoch ist der Turmpalast komplett dem Erdboden gleichgemacht worden und an der Stelle wo sich einst das Kino mit den legendären Montag-Spätnacht-Sneak-Previews befand, klafft nunmehr nur noch eine große Lücke.

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Burger in Frankfurt – Meat Us

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Das Meat Us liegt zentral in der Frankfurter Innenstadt und befindet sich am Carl-Theodor-Reiffenstein-Platz, zwischen dem seitlichen Ausgang vom Peek & Cloppenburg und dem Thai Express. Der bis dato größte Läden den ich zwecks Burger essen aufgesucht habe ist der Erste, der vom Interieur im American Diner-Style daherkommt. Bisher führte es mich drei mal in dieses Burger & Bar-Etablissement  und drei mal bin recht zufrieden und gesättigt wieder von dannen gezogen- ohne jedoch, daß der ganz große Funken übergesprungen ist.  Weiterlesen

M31 in Frankfurt

Am vergangenen Samstag, den 31. März 2012, fand der Europäische Aktionstag gegen den Kapitalismus statt.

Gegenstand des Zusammenkommens von ca. 6.000 Teilnehmer allein in Frankfurt war die derzeitige Finanz- und Schuldenpolitik, bei der ein Notprogrammen nach dem anderen beschlossen wird um uns vor Rezession, Armut und dem Zusammenbruch des Systems zu schützen. Tatsächlich schlittert man jedoch nunmehr seit Jahren von einer Krise in die nächste: Staatshaushaltskrise, Eurokrise, Finanzkrise, Immobilenkrise usw.- fast scheint es so, als das der Kapitalismus dann doch eher für mehr Probleme sorgt, als für unser aller Wohl. Und während man vor Jahren eigentlich dazu übergehen wollte, Kreditinstitute und Konzerne in die Pflicht zu nehmen, daß sie auch für ihre eigene Misswirtschaft gerade stehen, bewegen wir uns nun eigentlich in genau die andere Richtung.

  
Geplant war nach der Kundgebung auch ein Marsch durch die Stadt, der über den derzeitigen Standort der EZB in der Innenstadt zu deren künftigen Standort im Ostend führen sollte, wo bereits ein breit angelegter Polizeiapparat rund um die Baustelle massiv positioniert war und auf die Teilnehmer der Demonstration wartete. Den künftigen Sitz der EZB sollte die Demo jedoch nicht erreichen, da es zuvor aufgrund von Zwischenfällen zu einer Auflösung der Demonstration kommen sollte.

Der Tenor in den Medien ist selbst einige Tage danach weitestgehend ziemlich unisono und thematisiert am Anlass der Demo vorbei primär die erfolgten Personen-. und Sachschäden mit Kritik am Aktionismus einiger Krawallmacher. Ein aufgeblähtes, mit Unterstützung aus anderen Bundesländern bereichertes, Polizeiaufgebot findet hierbei jedoch wenig Beachtung, als sei es das normalste der Welt, gefühlt mehr Polizisten in der Stadt zu haben, als man sie im Fernsehen sehen konnte, als in anderen Ländern Diktatoren gestürzt wurden- hier jedoch primär, zumindest offiziell, zu Gebäudeschutzzwecken eingesetzt. Und so darf man sich schon wundern, daß trotz dieses gewaltigen Aufgebots so vieles zu Bruch gegangen ist.

  

Ebenso dürfte man die Frage in den Raum stellen, ob nicht generell eine solche Polizeipräsenz nicht auch eher zu einer Eskalationen beiträgt, als das Gegenteil zu bewirken- angenehmere Rahmenbedingungen als alle 5m einen Polizisten aufzustellen sind zumindest vorstellbar.

1968: Die erste U-Bahn in Frankfurt

Denke ich an VGF und RMV, fallen mir über all die Jahre der Nutzung leider extrem viele negative Beispiele ein, die keinesfalls in gesamter Betrachtung nur einen geringeren Teil gegenüber den Nutzungen, wo alles in Ordnung war, ausmachen. Manch einer neigt ja dazu, negative Sachen überzubewerten oder zig tollen, positiven Ereignissen gleich zu setzen, aber nee, nee- hier zumindest ist das nicht der Fall.

Doch darüber soll es hier primär gar nicht gehen. Dieses mal soll es um einen Beitrag des Hessischen Rundfunks gehen, der die Einweihung der U-Bahn in Frankfurt thematisiert- wie ich finde, ein recht ansehnliches Zeitdokument. 

Am 4.10.1968 tat sich einiges in Frankfurt. Die wiederaufgebaute Hauptwache, die Eröffnung des Nordwestzentrums und die erste U-Bahn in Frankfurt, zugleich die 3. in Deutschland und 35. in der Welt, die seinerzeit die Hauptwache bis ins Nordwestzentrum führte, standen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In den folgenden Jahren sollten in Sachen ÖPNV noch die Stationen Konstablerwache, Römer und Theaterplatz (heute: Willy-Brandt-Platz) hinzu kommen.

Zum Video -> http://www.youtube.com/watch?v=ZtHa_ytuJQY 

Interessante Zeit: Nach Freaks an der Hauptwache sucht man vergeblich, alles geht recht gesittet zu, rauchen in der U-Bahn-Station war kein Problem (herrlich, wie die zwei beim Interview des Reporters mit einer Hostess sich jeweils eine Kippe anmachen) und die Moderatoren waren, der Schlußeinstellung der Hessenschau nach zu urteilen, damals offenbar auch ganz lässig und verschonten die Zuschauer mit lauten und/oder hektischem Blablabla und standen dazu noch ganz relaxt am Geländer angelehnt. Auch klasse: „Nun habe ich neben mir einen Herren stehen, der schon mal U-Bahn gefahren ist. Glauben Sie, daß das Motto Bequemlichkeit, Schnelligkeit, Pünktlichkeit und vor allem Sicherheit mit diesem neuen U-Bahn-Zügen erreicht worden ist?“ – “Nein, bisher nicht.“

Talkin’ bout a revolution

Vor wenigen Tagen habe ich drei sehr schöne Fliesen an der Konstablerwache in Frankfurt entdeckt, die sich allesamt der revolutionären Entwicklungen in Nordafrika annehmen- im Speziellen Tunesien, Ägypten und Libyen.

“Poor people are gonna rise up and get their share
Poor people are gonna rise up and take what’s theirs“

(Tracy Chapman)

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Alle Fotos  by stadtkindFFM

Ausrufezeichen in blau (Gratis WLAN via VW up!)

  

Gestern und heute in der City gesichtet- ein blaues Ausrufezeichen, an verschiedenen Plätzen gut sichtbar angebracht, bzw. geklebt. Was mich im ersten Moment an Produkte der REWE-Eigenmarke ja! erinnerte, hängt hier jedoch tatsächlich mit einer Neuheit von Volkswagen zusammen. Denn wo ich gestern lediglich die Sticker sah, stieß ich dann heute in der Shopping Mall myZeil auf derzeit noch verdeckte Autos im Erdgeschoss, die zum einem mit deutlich größeren blauen Ausrufezeichen aufwarteten und zum anderen zusätzlich die Url www.up.de anpriesen. Direkt im nächsten Moment die Url am iPhone eingegeben um zu sehen ob mehr als „Hey, das ist doch das selbe blaue Ausrufezeichen wie überall da draußen“ dahintersteckt, aber die Website wollte, zumindest zu diesem Zeitpunkt, noch nicht mehr als eine weiße Seite mit einer IP-Adresse am oberen Displayrand anzeigen. Die Prozedur also später daheim nachgeholt und siehe da, VW bietet die Nutzung von WLAN an- Gratis für eine Stunde über Hot Spots der Deutschen Telekom.

Diese Aktion scheint nicht wie zunächst von mir vermutet wegen der anstehenden IAA auf Frankfurt beschränkt zu sein, sondern findet auch in einigen anderen Städten statt.

Für Frankfurt werden online drei Stadtteile angezeigt, bei denen mit blauen Ausrufezeichen Plätze gekennzeichnet sind, an dem eine solche Nutzung nach Registrierung möglich wäre. Bei der Bornheim-Karte, so viel Zeit muss sein, befinden sich übrigens lediglich nur vier der gekennzeichneten Plätze tatsächlich im Stadtteil Bornheim, die anderen 15 liegen außerhalb von Bornheim. Ob die von mir gesichteten blauen Ausrufezeichen auch über eine WLAN-Verfügbarkeit genau an Ort und Stelle aufmerksam machen, kann ich nicht sagen, da das Abrufen der URL und somit die Info dazu von unterwegs heute früh nicht funktionierte- wobei die Innenstadt auf der up!-Seite (noch?) nicht aufgeführt wird und die von mir gesehenen markierten Plätze nicht wirklich zum längeren Verweilen einladen.

Souvenir Frankfurt Neueröffnung

Souvenir Frankfurt ist umgezogen und befindet sich nunmehr in der Ebene 3 der Zeilgalerie. Die Verkaufsfläche in der Kaiserpassage im Bahnhofsviertel gehört somit der Vergangenheit an. Irgendwie schade, aber okay, freu mich wiederum, daß die Zeilgalerie etwas aufgewertet wird und der neue Standort wird sicher keine Nachteile in Sachen Kundenfrequenz und Umsatz mit sich bringen- höchsten mit defekten Rolltreppen, aber auch das gehört zu Frankfurt- wenn irgendwo wieder eine Rolltreppe in Frankfurt funktioniert, gehen auf einmal zwei andere andernorts nicht mehr- gestern eben in der Zeilgalerie.

Um 19 Uhr wurden die Pforten geöffnet und was bisher an alter Wirkungsstätte recht zusammengerückt ausgestellt wurde und nur etwas beengt begutachtet werden konnte, kann nun in deutlicher größeren Räumlichkeiten präsentiert werden.

Zur gestrigen Eröffnung um 19 Uhr waren viele Gäste und Kunden im Laden anwesend, es gab kostenloses Eis von Das Eis (lecker wie eh und je) und musikalisch eine Live-Performance von The Art Of Fusion (und ich weiß immer noch nicht, wie dieses Instrument da heißt, auf daß der da druffdabscht) wie auch natürlich die zahlreichen, kleinen und tollen Produkte- Souvenirs aus Frankfurt mal eben anders.

Erst jetzt neu entdeckt habe ich die Frankfurter Stadtteil Püppchen von Goldstückchen33
- eine Serie die mehr oder weniger klischeehaft ein Bild von Frankfurter Frauen (Bornheim Maja, Nordend Paula usw.) wiedergibt- wie ich finde, sehr treffend und gelungen umgesetzt. Ansonsten gibt´s natürlich auch Shirts von Stoff aus Frankfurt, spooky Accessoirs von Miss Tula Trash, Worscht in Dosen von Gref Völsings und
wirklich so viel mehr, daß man am besten selbst mal vorbei schaut. Schön geworden, der neue Laden.

Souvenir Frankfurt im Web, Facebook und Twitter.

PS: Auch weiterhin können Ideen für ein Frankfurt Souvenir eingereicht werden.